Das berühmte Sydney Opera House wurde in der Nacht zum Montag mit dem Bild einer Menora, dem traditionellen Leuchter des jüdischen Lichterfestes Chanukka, illuminiert. Die Projektion zeigte acht brennende Kerzen – ein Symbol für das Wunder von Chanukka und die Widerstandskraft jüdischer Gemeinschaften weltweit.
Die Beleuchtung fand im Rahmen einer offiziellen Gedenkaktion statt, die von der Landesregierung von New South Wales unterstützt wurde. Ziel war es, Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung auszudrücken und die Werte von Glaube, Frieden und Zusammenhalt in einer Zeit wachsender Spannungen zu betonen.
Politische und gesellschaftliche Reaktionen
Die Premierministerin von New South Wales, Chris Minns, erklärte laut ABC News Australia, die Lichtinstallation solle „ein Symbol der Hoffnung“ sein. Vertreter der Jewish Board of Deputies dankten der Regierung für die Geste und erinnerten daran, dass Chanukka nicht nur ein religiöses, sondern auch ein kulturelles Fest der Resilienz ist.
In den sozialen Medien zeigte sich breite Unterstützung, aber auch Kritik. Befürworter lobten das starke Zeichen gegen Antisemitismus, während einige Stimmen meinten, öffentliche Wahrzeichen sollten frei von religiösen Symbolen bleiben.
Chanukka als Botschaft des Friedens
Chanukka, auch das Fest der Lichter genannt, erinnert an den Sieg der Makkabäer über die Seleukiden und die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem. Das Licht der Menora steht für den ewigen Glauben und die Dauerhaftigkeit des Lebens – eine Botschaft, die heute relevanter scheint denn je.
Mit der Projektion der Menora reiht sich Sydney in eine weltweite Serie ähnlicher Aktionen ein. Auch andere Metropolen wie New York, Paris und London ließen ikonische Gebäude in den Chanukka-Farben erstrahlen, um ein Zeichen für interkulturellen Respekt zu setzen.
Quellen
Das Opernhaus von Sydney wurde mit einer riesigen Menora beleuchtet, um den Opfern des Anschlags am Bondi Beach zu gedenken.
Sydney Opera House nach tödlichem antisemitischen Angriff mit Menora beleuchtet