Ein Zwischenfall mit Drohungen und Pyrotechnik im ICE hat am Freitag zahlreiche Fahrgäste in Angst versetzt. Nach Angaben der Bundespolizei soll ein Mann während der Fahrt zwischen Frankfurt und Hannover lautstark Drohungen ausgesprochen und anschließend Pyrotechnik gezündet haben. Das Zugpersonal alarmierte sofort die Polizei, die am nächsten Bahnhof eingriff. Aufgrund der gefährlichen Situation wurde der ICE evakuiert, und die Strecke zeitweise gesperrt.
Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf die Motive des Täters. Laut Polizeiangaben handelte er möglicherweise unter Alkoholeinfluss oder aufgrund psychischer Probleme.
Haftbefehl wegen Drohungen und Pyrotechnik im ICE
Nach der Festnahme des Mannes hat ein Ermittlungsrichter inzwischen Haftbefehl erlassen. Der Beschuldigte wird wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ und „Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz“ angeklagt. Die Tat, bei der Drohungen und Pyrotechnik im ICE im Zentrum standen, wird von den Behörden als besonders gefährlich eingestuft, da die Sicherheit der Passagiere unmittelbar bedroht war.
Bundespolizei und Deutsche Bahn betonen, dass Sicherheitsvorkehrungen in Fernzügen weiter verschärft werden sollen. Zukünftig sollen Kontrollen an Bahnhöfen und in Zügen häufiger stattfinden, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden.
Quellen
Anschlagsdrohung in ICE: 20-Jähriger in U-Haft
Tatverdächtiger drohte in ICE mit Anschlag und zündete Pyrotechnik: Möglicherweise politisches Motiv