Deutschland steht vor einer ungewöhnlich kalten Phase. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll es in den kommenden Tagen zu einem drastischen Temperatursturz kommen. Während sich viele Regionen tagsüber ohnehin schon über Dauerfrost beklagen, fallen die Werte in der Nacht nun noch weiter ab – stellenweise auf bis zu minus 20 Grad.
Besonders betroffen sind laut Meteorologen die Mittelgebirge, Bayern und Sachsen. „Wir erwarten die kältesten Nächte des bisherigen Winters. Örtlich können zweistellige Minusgrade erreicht werden“, so ein Sprecher des DWD gegenüber mehreren Medien.
Gefährliche Glätte und Frostschäden drohen
Neben der extremen Kälte warnt der Wetterdienst auch vor gefährlicher Glätte auf Straßen und Gehwegen. Bereits gefrierende Nässe könne in den frühen Morgenstunden zu teils spiegelglatten Verhältnissen führen. Autofahrer und Fußgänger werden dringend gebeten, Vorsicht walten zu lassen.
Zudem besteht durch die anhaltende Frostperiode das Risiko von geplatzten Wasserleitungen und Frostschäden an Gebäuden. Kommunen bereiten sich bereits auf verstärkte Streudienste und Notmaßnahmen vor, um die Infrastruktur funktionsfähig zu halten.
Winterlandschaft und soziale Herausforderungen
Während sich in vielen Regionen eine beeindruckende Winterlandschaft zeigt, bringt die Kältewelle auch soziale Herausforderungen mit sich. Obdachlosenhilfen und soziale Dienste fordern die Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. In zahlreichen Städten wurden Notunterkünfte geöffnet, um den Nächten mit zweistelligen Minusgraden zu begegnen.
Gleichzeitig nutzen viele Menschen die Wetterlage, um den Winter zu genießen – auf zugefrorenen Weihern, beim Rodeln oder bei Spaziergängen durch verschneite Wälder. Doch Experten mahnen zur Vorsicht: Nicht alle Eisflächen sind tragfähig, insbesondere nach kurzen Tauphasen am Tag.
Prognose: Dauerfrost bleibt bestehen
Nach aktueller Prognose bleibt uns das frostige Winterwetter mindestens bis Mitte nächster Woche erhalten. Erst dann könnte sich aus Westen eine leichte Milderung abzeichnen. Eine Rückkehr zu zweistelligen Plusgraden ist laut DWD jedoch vorerst nicht in Sicht.
Für viele Regionen bedeutet das: weiter bibbern in den kommenden Nächten – und hoffen, dass die Heizung durchhält.
Quellen
Bis zu minus 20 Grad in Deutschland
Kalt, kälter, Dauerfrost – Bis zu minus 20 Grad in Bayern