In Teilen Norddeutschlands hat in der Nacht zu Sonntag starkes Blitzeis zu gefährlich glatten Straßen geführt. Laut Polizei und Feuerwehr ereigneten sich zahlreiche Unfälle, bei denen mindestens 13 Menschen verletzt wurden. Besonders betroffen waren Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.
Meteorologen warnen, dass die gefährliche Glätte bis in den späten Vormittag andauern kann. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten daher nur mit äußerster Vorsicht unterwegs sein oder auf Fahrten verzichten.
Feuerwehr und Rettungsdienste im Dauereinsatz
In den frühen Morgenstunden rückten Rettungsdienste zu Dutzenden von Einsätzen aus. Auf der Autobahn A7 bei Neumünster kam es zu mehreren Auffahrunfällen. Auch in Flensburg und Kiel mussten Einsatzkräfte Fahrzeuge bergen, die von der Straße abgekommen waren.
„Innerhalb weniger Minuten bildete sich eine Eisschicht auf Breite von Gehwegen und Fahrbahnen“, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr Kiel. „Selbst Rettungsfahrzeuge hatten Schwierigkeiten, sicher voranzukommen.“
Fußgänger ebenfalls betroffen
Nicht nur Autofahrer, sondern auch viele Fußgänger waren von der plötzlichen Glätte überrascht. In mehreren Städten meldeten Krankenhäuser vermehrt Stürze mit Knochenbrüchen und Prellungen. Polizei und Stadtverwaltungen riefen dazu auf, Wege nach Möglichkeit zu meiden oder geeignete Schuhe mit rutschfesten Sohlen zu tragen.
Wetterlage bleibt angespannt
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärte, dass die Kombination aus leichtem Regen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ideale Bedingungen für Blitzeis schafft. Besonders in den frühen Morgenstunden und auf Brücken bleibt die Lage kritisch. Erst gegen Mittag sollen die Temperaturen langsam ansteigen und für Entspannung sorgen.
Quellen
Warnung vor Blitzeis und glatten Straßen – 13 Verletzte im Norden
Wetterwarnungen Deutschland