Zwei Tage vor Jahresende haben Händler in Deutschland den Verkauf von Feuerwerkskörpern für Silvester gestartet. Die Branche erwartet trotz rückläufiger Nutzung höhere Umsätze als im Vorjahr.
Verkaufsstart und Regelungen
Der Verkauf von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 wie Böllern, Raketen und Batterien beginnt regulär am 29. Dezember und läuft bis zum 31. Dezember. Da keiner der Tage auf einen Sonntag fällt, gilt der klassische Dreitage-Verkauf; Onlineshops dürfen vorab bestellte Ware in diesen Tagen liefern. Auch Discounter wie ALDI bieten ab diesem Datum Angebote an, wobei der Andrang besonders am ersten Tag hoch ist.
Umsatzhoffnungen der Branche
Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) rechnet mit 10 bis 15 Prozent mehr Ware im Handel als 2024, als ein Rekordumsatz von 197 Millionen Euro erzielt wurde. Trotz steigender Preise durch Logistikkosten boomt der Markt weiter, getrieben von Trends wie Verbundfeuerwerken. Händler berichten von Schlangen vor den Läden, etwa in Meppen oder Hamburg, schon in den frühen Morgenstunden.
Geringe Nutzung laut Umfrage
Laut einer Umfrage des TÜV-Verbands plant nur jeder Fünfte (22 Prozent) privates Feuerwerk zu zünden, während 74 Prozent verzichten wollen. Die Branche betont dennoch die Tradition; Kritiker fordern ein Verbot, da Mehrheitsumfragen wie Forsa (60 Prozent dafür) zunehmen. Dennoch kaufen rund 12,7 Millionen Erwachsene Feuerwerk ein.
Quellen
Händler starten Verkauf von Böllern und Raketen
Silvesterfeuerwerk: Böller und Raketen ab Montag in den Läden.