Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine dringende Personalaufstockung der Bundespolizei, insbesondere nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter. Bundesvorsitzender Jochen Kopelke kritisiert den anhaltenden Personalmangel an Bahnhöfen und Grenzen.
Hintergrund des Vorfalls
Ein tödlicher Angriff auf einen Zugbegleiter hat bundesweit Entsetzen ausgelöst und die Debatte um Sicherheitsmängel an Bahnhöfen angeheizt. Die GdP betont, dass die Bundespolizei trotz gesetzlicher Zuständigkeit seit Monaten auf Verstärkung wartet. Landespolizeien können kaum unterstützen, da sie ebenfalls ausgelastet sind.
Forderungen der Gewerkschaft
Kopelke ruft Bund und Länder zu einer Aufstockung der Polizeikontingente auf und fordert ein Sofortprogramm. Konkret sollen 14 zusätzliche Hundertschaften in der Bereitschaftspolizei eingerichtet werden, um flexiblere Einsätze zu ermöglichen. Dies zielt auf mehr Sicherheit für Bahnpersonal, Reisende und Polizisten ab.
Personalmangel als Sicherheitsrisiko
Der Haushalt 2026 sieht zwar zusätzliche Anwärterstellen, kompensiert aber nicht die Pensionierungen. Die DPolG kritisiert fehlende Fortschritte bei Zulagen und Attraktivität des Berufs. Experten warnen vor Überstunden und Burnout-Risiken.
Aufruf an Politik und Ministerkonferenzen
Die GdP fordert die Bundesregierung, die Innenministerkonferenz und Verkehrsministerkonferenz zu umgehenden Beratungen auf. Ähnliche Forderungen gab es bereits in früheren Jahren, etwa für mehr Ausrüstung und Digitalisierung. Die Eisenbahngewerkschaft EVG unterstützt dies und plädiert für Verdopplung des Personals.
Quellen
Gewerkschaft fordert Aufstockung von Bundespolizei
Ohne deutlich mehr Polizei bleibt Sicherheit auf der Strecke