randenburgs Großstädte Potsdam und Cottbus kämpfen mit massiven Verzögerungen bei der Umstellung des öffentlichen Nahverkehrs auf klimafreundliche Antriebe. Bestellte Elektrobusse und Wasserstoffbusse stehen ungenutzt herum, da Lieferprobleme und fehlende Tankstellen den Betrieb blockieren.
Verzögerungen bei Potsdams Elektrobussen
Die Verkehrsbetriebe Potsdam (ViP) warten vergeblich auf 23 bestellte Elektrobusse des niederländischen Herstellers Ebusco, die nun erst in der zweiten Hälfte 2026 geliefert werden sollen. Ursache sind anhaltende Krisen beim Hersteller, was die geplante Elektrifizierung der Flotte empfindlich verzögert. Ursprünglich sollte die Flotte bis 2031 vollständig auf Batteriebusse umgestellt werden, inklusive einer Machbarkeitsstudie, die den E-Antrieb als kostengünstigste Option empfiehlt.
Cottbus’ Wasserstoffflotte ohne Tankstelle
In Cottbus stehen 46 neue Wasserstoffbusse von Wrightbus ungenutzt auf dem Betriebshof, da die erste Wasserstofftankstelle der Lausitz fehlt und ihre Eröffnung mehrfach verschoben wurde – aktuell auf Ende 2025 datiert. Jeder Bus kostete rund 650.000 Euro, stark gefördert durch Steuergelder, doch ohne Betankungsinfrastruktur können sie nicht fahren; eine mobile Lösung wird als Übergang geplant. Trotz Kritik hält Cottbusverkehr am Wasserstoffprojekt fest.
Ursachen und Herausforderungen der Antriebswende
Die Umstellung scheitert an Lieferkettenproblemen, Herstellerinsolvenzen und unzureichender Infrastruktur, wie Lade- oder Tankstellen, die nicht rechtzeitig gebaut werden. In Brandenburg fehlt zudem Finanzierung für Betriebshofanpassungen, trotz EU-Fördermitteln. Experten sehen hier einen typischen “Verkehrswende-Flop” mit hohen Kosten und Planungsfehlern.
Quellen
Busse stehen rum, weil es keine Tankstelle gibt!
Potsdamer Elektrobus-Flotte in Gefahr?: Fahrzeug-Lieferung verspätet sich weiter