09.01.2026
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Nach Stromausfällen in Berlin: Deutsches Rotes Kreuz mahnt bessere Katastrophenvorsorge an

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Nach einem großflächigen Stromausfall in Berlin, bei dem zeitweise rund 45.000 Haushalte ohne Strom waren, hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) einen dringenden Appell an die Bundesregierung gerichtet. Der Vorfall zeige deutlich, wie verletzlich die Infrastruktur in Großstädten ist und wie wichtig ein funktionierender Katastrophenschutz sei, erklärte DRK-Präsident Hermann Gröhe am Dienstag in Berlin.

„Ein gut ausgestatteter Bevölkerungsschutz ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, betonte Gröhe. Allein die jüngsten Ausfälle hätten vor Augen geführt, wie schnell das alltägliche Leben zum Stillstand kommen könne – von der Lebensmittelversorgung über den öffentlichen Nahverkehr bis hin zur medizinischen Betreuung.

Bundesregierung hinkt bei Finanzierung hinterher

Laut Gröhe sei die finanzielle Unterstützung des Bundes für den Bevölkerungsschutz derzeit unzureichend. Viele Hilfsorganisationen und Katastrophenschutzeinrichtungen seien auf veraltete Fahrzeuge und Geräte angewiesen. Zudem mangele es an Personal und Ausbildungsmöglichkeiten.

Der DRK-Präsident forderte daher gezielte Investitionsprogramme, um die Einsatzbereitschaft von Rettungs- und Hilfsdiensten zu sichern. Dies müsse auch den kommunalen Zivilschutz umfassen, beispielsweise Notstromaggregate, Evakuierungszentren und Logistiksysteme.

Zunehmende Risiken durch Klimawandel und Cyberbedrohungen

Gröhe verwies außerdem auf die wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel und digitale Risiken. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hitzeperioden oder Überschwemmungen würden ebenso zunehmen wie potenzielle Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur.

„Wir müssen uns jetzt wappnen, bevor die nächste Krise kommt,“ warnte Gröhe. Ein moderner Bevölkerungsschutz müsse daher sowohl technische als auch soziale Resilienz fördern – von der Krisenkommunikation bis zur Nachbarschaftshilfe.

Ausblick: Gemeinsame Verantwortung von Bund, Ländern und Bürgern

Das DRK betonte, dass Bevölkerungsschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden müsse. Neben staatlicher Unterstützung spiele auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Rolle – etwa durch ehrenamtliches Mitwirken in Hilfsorganisationen oder durch Eigenvorsorge.

Nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Zivilgesellschaft könne Deutschland langfristig auf Krisen vorbereitet sein.

Quellen

DRK fordert mehr Investitionen in Bevölkerungsschutz
Stromausfall: DRK fordert mehr Investitionen in Bevölkerungsschutz

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