Ein plötzlicher Wintereinbruch hat in mehreren Regionen Deutschlands am Wochenende zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern, wo dichter Schneefall und Glätte die Straßen in Rutschbahnen verwandelten.
Im Bergischen Land geriet am Freitagabend ein Linienbus ins Schleudern und kam von der Straße ab. Glücklicherweise wurden keine schweren Verletzungen gemeldet, doch der Bus musste mit einem Spezialfahrzeug geborgen werden.
Nach Angaben der Polizei kam es auch auf mehreren Autobahnen zu erheblichen Behinderungen. Auf der A45 bei Lüdenscheid sowie auf der A3 zwischen Köln und Frankfurt standen zahlreiche Lastwagen quer, was zu kilometerlangen Staus führte.
Polizei warnt vor anhaltender Glätte am Wochenende
Die Polizei und der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnen eindringlich vor anhaltender Glättegefahr auch in den kommenden Tagen. „Fahren Sie nur, wenn unbedingt nötig, und passen Sie Ihr Tempo den winterlichen Straßenverhältnissen an“, so ein Sprecher der Polizei Köln.
Laut DWD sollen die Temperaturen in der Nacht zum Sonntag weiterhin unter den Gefrierpunkt fallen, begleitet von weiteren Schneeschauern im westlichen und südlichen Teil Deutschlands. Besonders auf Nebenstraßen und Brücken sei mit gefährlicher Reifglätte zu rechnen.
Räumdienste im Dauereinsatz – Bahnverkehr teilweise eingeschränkt
Die Straßenmeistereien und kommunalen Räumdienste sind im Dauereinsatz, um Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen befahrbar zu halten. Dennoch komme es durch den anhaltenden Schneefall immer wieder zu neuen Behinderungen.
Auch der Bahnverkehr ist betroffen: In Süddeutschland mussten mehrere Verbindungen kurzfristig eingestellt werden. Die Deutsche Bahn rät, vor Reiseantritt den aktuellen Fahrplan zu prüfen und ausreichend Zeit für Verbindungen einzuplanen.
Experten empfehlen: Winterausrüstung überprüfen
Verkehrsexperten raten Autofahrern, ihre Fahrzeuge auf die winterlichen Bedingungen vorzubereiten. Dazu gehören ausreichend Profiltiefe der Reifen, Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage und funktionierende Beleuchtung. Auch das Mitführen einer Decke und eines Eiskratzers wird empfohlen.
Der ADAC erinnert außerdem daran, beim Parken an Steigungen die Handbremse nur leicht anzuziehen, um ein Festfrieren der Bremsen zu verhindern
Fazit
Der plötzliche Wintereinbruch hat gezeigt, wie schnell sich die Wetterlage im Januar ändern kann. Autofahrer und Fußgänger sollten in den kommenden Tagen besonders vorsichtig sein, um Unfälle zu vermeiden und sicher durch den Winter zu kommen.
Quellen
Wintereinbruch in Deutschland sorgt für viele Verkehrsunfälle
Glätteunfälle, Flugausfälle und umgestürzte Bäume