18.12.2025
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Steuergeldverschwendung: Millionen für überflüssige Masken

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Nach aktuellen Recherchen des Bundesrechnungshofs und verschiedener Medienberichte haben Bund und Länder nach dem Ende der Corona-Pandemie medizinische Schutzmasken im Wert von rund 60 Millionen Euro entsorgt oder eingelagert, obwohl sie nicht mehr verwendet wurden. Millionen von Masken, die ursprünglich zur Notfallvorsorge angeschafft worden waren, verloren durch das Ablaufdatum oder mangelnde Nachfrage ihren Zweck.

Der Kauf erfolgte meist in den Jahren 2020 und 2021, als die weltweite Knappheit medizinischer Schutzausrüstung Regierungen unter hohen Beschaffungsdruck setzte. Mehrere Ministerien verteidigen die Ausgaben heute mit dem Hinweis auf „eine historische Ausnahmesituation“.

Überfüllte Lager und steigende Entsorgungskosten

Inzwischen liegen laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) über 500 Millionen OP- und FFP2-Masken in staatlichen Lagern, viele davon unbrauchbar. Nach Auskunft von Der Spiegel und ZDF Frontal laufen derzeit millionenteure Entsorgungsverfahren an, da ein Großteil der Masken abgelaufen oder in ihrer Schutzwirkung reduziert ist.

Zudem entstanden hohe Lagergebühren: Allein der Bund zahlte zwischen 2022 und 2024 rund 9 Millionen Euro pro Jahr für die Aufbewahrung. Kritiker sprechen von einer „planlosen Krisenbeschaffung ohne Exit-Strategie“.

Kritik aus Politik und Rechnungshof

Der Bundesrechnungshof bemängelte wiederholt, dass das Gesundheitsministerium keine langfristige Beschaffungsstrategie entwickelt habe. Laut einem Prüfbericht von 2024 fehlten zentrale Entscheidungsgrundlagen für die Mengenplanung und eine Risikoanalyse für Überbestände.

Oppositionsparteien werfen der Regierung vor, mit Steuergeld ineffizient gewirtschaftet zu haben. FDP-Gesundheitspolitiker fordern nun verbindliche Regeln für künftige Pandemieeinkäufe, um Fehlausgaben dieser Größenordnung zu verhindern.

Was mit den Masken passiert

Ein Teil der überschüssigen Masken wird nach Angaben des BMG recycelt oder thermisch verwertet – also verbrannt, um Energie zu gewinnen. Andere Bestände werden, soweit möglich, an Hilfsorganisationen oder Entwicklungsprojekte im Ausland gespendet, sofern sie noch verwendbar sind.

Umweltverbände warnen jedoch vor der ökologischen Belastung durch die Verbrennung großer Mengen Kunststoffmaterial. Eine transparente Aufarbeitung der Ursachen und Kosten fordern nicht nur Prüfer – auch viele Bürger wünschen sich mehr Verantwortung beim Umgang mit öffentlichen Mitteln.

Quellen

60 Millionen Euro für Masken, die keiner mehr brauchte
Jens Spahn verteidigt milliardenschwere Maskenkäufe im Bundestag

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