Berlin – Kurz vor den Feiertagen sorgt das aktuelle Politiker-Ranking erneut für Gesprächsstoff. Während manche Regierungsmitglieder mit stabilen Werten glänzen, müssen andere mit sinkenden Zustimmungsraten klarkommen. Besonders interessant: Trotz der politischen Krisenlage bleiben die Spitzenpositionen erstaunlich konstant.
Laut der jüngsten Erhebung von Infratest dimap für die ARD-DeutschlandTrend-Umfrage (Dezember 2025) führt weiterhin Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Feld der beliebtesten Politiker an. Dahinter folgen Boris Pistorius, Annalena Baerbock und Olaf Scholz, die trotz gemischter Bewertung der Regierungsarbeit ihre persönlichen Zustimmungswerte halten konnten.
Gewinner der Saison: Stabilität wird belohnt
Auffällig ist: Politiker mit einem ruhigen, sachlichen Stil profitieren derzeit von der Unsicherheit in der Bevölkerung. So gilt Verteidigungsminister Boris Pistorius als einer der großen Profiteure des Jahres. Seine klare Kommunikation und seine Präsenz in sicherheitspolitischen Fragen stärken das Vertrauen vieler Bürger.
Auch Pia Voigt (CDU) und Robert Habeck (Grüne) konnten laut Social-Media-Analysen ihre Online-Reputation stabil halten. Auf Plattformen wie X (vormals Twitter) und Instagram werden ihre Beiträge häufiger positiv kommentiert als noch im Herbst.
Wer muss schmollen? Kritik und Stimmungseinbrüche
Ganz anders sieht es bei Politikern aus, die im Laufe des Jahres mit Kontroversen oder Kommunikationspannen auffielen. Besonders Christine Lambrecht und Christian Lindner verlieren laut Umfragen deutlich an Zuspruch. Dabei spielt laut einer YouGov-Studie nicht nur ihre Arbeit eine Rolle, sondern auch die Wahrnehmung in sozialen Netzwerken: Häufig werden dort negative Schlagzeilen und Memes geteilt, die das öffentliche Image weiter schwächen.
Netzstimmung als Gradmesser für Sympathie
Interessant ist die Übereinstimmung zwischen klassischer Meinungsforschung und Web-Daten. Eine aktuelle Analyse des SOCIAL-Research-Instituts Berlin zeigt, dass Politiker mit starker direkter Online-Kommunikation – etwa Baerbock oder Pistorius – tendenziell höhere Sympathiewerte haben. Das Vertrauen scheint heute eng mit der digitalen Sichtbarkeit und Dialogfähigkeit verknüpft zu sein.
Kurz vor Weihnachten zeigt sich also: Wer kommunikativ präsent, authentisch und transparent auftritt, kann feiern. Wer die öffentliche Stimmung ignoriert – der muss schmollen.
Quellen
Wer kann feiern, wer muss schmollen?
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