Tausende Menschen sind am Wochenende weltweit auf die Straßen gegangen, um gegen das iranische Regime zu demonstrieren. Auslöser der Proteste waren anhaltende Berichte über Menschenrechtsverletzungen und politische Repressionen im Land. Besonders in europäischen Metropolen wie Berlin, Paris, London und Wien versammelten sich große Menschenmengen, um ihre Solidarität mit der iranischen Bevölkerung zu bekunden.
Auf Transparenten waren Slogans wie „Frauen, Leben, Freiheit“ und „Nieder mit der Diktatur“ zu sehen – Parolen, die seit den Protesten nach dem Tod von Jina Mahsa Amini im Jahr 2022 internationale Symbolkraft erlangt haben.
Stimmen aus der iranischen Diaspora
Über soziale Netzwerke wie X (ehemals Twitter), Instagram und TikTok riefen Aktivistinnen und Aktivisten weltweit zu Demonstrationen auf. Videos zeigten beindruckende Solidaritätsbekundungen, von stillen Mahnwachen bis zu Großkundgebungen.
Viele Angehörige der iranischen Diaspora betonten, dass die Proteste im Ausland entscheidend seien, um den Druck auf das Regime in Teheran aufrechtzuerhalten. Sie fordern von der internationalen Gemeinschaft stärkere Sanktionen gegen politische Verantwortungsträger und die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen.
Digitale Protestwelle und Online-Solidarität
Parallel zu den Straßenprotesten trendete der Hashtag #FreeIran weltweit. Tausende Social-Media-Nutzer*innen teilten Fotos, Erfahrungsberichte und politische Statements.
Laut einer Analyse von Social Web Research Europe (SWRE, 2026) verzeichneten Online-Kampagnen zur Iran-Solidarität im Januar 2026 einen Anstieg der globalen Reichweite um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die meistgeteilten Inhalte kamen aus Deutschland, Frankreich und Kanada.
Forderungen an westliche Regierungen
Die Demonstrierenden richteten ihre Appelle nicht nur an Teheran, sondern auch an westliche Regierungen. Sie fordern ein Ende der diplomatischen Normalisierung mit dem iranischen Regime, strengere Sanktionen gegen Verantwortliche und mehr Unterstützung für iranische Oppositionsgruppen im Exil.
Mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments äußerten sich unterstützend zu den Protesten und riefen dazu auf, die Menschenrechte im Iran stärker international zu thematisieren.
Quellen
Tausende bei Demo gegen Iran-Regime
Düsseldorf: Knapp 18.000 Menschen bei Protesten gegen Regime im Iran