15.02.2026
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Erneuter Warnstreik: Kinomitarbeiter fordern Tarifverträge

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Das Kinopersonal wurde in mehreren deutschen Städten zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Gewerkschaft Verdi reagiert damit auf die zähen Tarifverhandlungen mit den Kinobetreibern, die bisher keine Einigung in Fragen der Löhne und Arbeitszeiten erzielen konnten. Beschäftigte in Kinos arbeiten häufig zu Abend- und Wochenendzeiten, erhalten jedoch meist nur geringfügig höhere Zuschläge oder keine tarifvertragliche Absicherung.

Nach Angaben der Gewerkschaft nehmen vor allem Mitarbeiter großer Kinoketten wie CinemaxX, CineStar und UCI an den Streiks teil. Ziel sei es, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen und gerechtere Entlohnung sowie verbesserte Arbeitsbedingungen zu erreichen.

Forderungen und Reaktionen

Das Kinopersonal fordert eine deutliche Lohnerhöhung, sichere Arbeitsverträge und bessere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Viele Beschäftigte beklagen, dass trotz steigender Ticketpreise die Löhne seit Jahren kaum angepasst wurden.

Auf Arbeitgeberseite zeigt man zwar Verständnis für die Forderungen, verweist aber auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach der Pandemie und sinkende Besucherzahlen. Ein Sprecher eines großen Kinobetreibers teilte mit, dass man an einer „tragfähigen Lösung für beide Seiten“ arbeite.

Ausblick auf die weiteren Verhandlungen

Sollten die Tarifgespräche erneut scheitern, könnte aus dem Warnstreik ein längerer Arbeitskampf entstehen, der den Kinobetrieb bundesweit beeinträchtigen würde. Verdi kündigte an, notfalls auch bundesweite Aktionen zu organisieren, falls sich die Arbeitgeber weiter verweigern.

Branchenexperten sehen im aktuellen Konflikt ein Signal, dass prekäre Beschäftigungsverhältnisse im Kultursektor zunehmend auf Widerstand stoßen. Der Ausgang der Gespräche könnte damit auch für andere Teilbereiche der Unterhaltungsbranche richtungsweisend sein.

Quellen

Kinopersonal zu Warnstreik aufgerufen – Berlinale betroffen
Verdi kündigt Warnstreik an Berlinale-Standorten an

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