Der französische Flugzeughersteller Dassault Aviation sorgt erneut für Schlagzeilen: Der Dassault-Chef teilt gegen Airbus aus und wirft dem Konzern mangelnde Kooperationsbereitschaft vor. Hintergrund des Streits sind die laufenden Diskussionen um das Zukunftsprojekt „Future Combat Air System“ (FCAS), ein gemeinsames europäisches Kampfflugzeug-Programm, an dem sowohl Dassault als auch Airbus beteiligt sind.
Streit um Führungsrolle und Technologie
Laut französischen Medienberichten soll Dassault-Chef Éric Trappier Airbus vorgeworfen haben, die Zusammenarbeit zu blockieren und zu viele technische Rechte zu beanspruchen. Der Manager betonte, sein Unternehmen verfüge über entscheidende Kompetenzen im Kampfjet-Bereich und wolle die Führungsrolle nicht abgeben. Airbus hingegen fordert eine gleichberechtigte Kooperation, was zu wiederholten Spannungen führt.
Der Konflikt zeigt einmal mehr die Schwierigkeiten innerhalb der europäischen Luftfahrtindustrie, gemeinsame Projekte zu realisieren – insbesondere, wenn nationale Interessen aufeinandertreffen. Branchenbeobachter sehen darin ein Risiko für das milliardenschwere Rüstungsprojekt, das eigentlich als Symbol europäischer Zusammenarbeit gedacht war.
Quellen
Dassault-Chef nennt Rüstungsprojekt FCAS »tot« – wenn Airbus nicht reagiert
Dassault-Chef teilt gegen Airbus aus