Die TUI, Europas größter Reiseveranstalter, steht derzeit im Fokus aktueller Entwicklungen. Von Rechtsstreitigkeiten bis zu geopolitischen Auswirkungen prägen die neuesten Meldungen die Branche.
Klage von britischen Urlaubern auf Kapverden
Mehr als 1.700 britische Touristen haben eine Sammelklage gegen die TUI eingereicht. Sie erkrankten nach Aufenthalten in Hotels auf den Kapverdischen Inseln an schweren Magen-Darm-Erkrankungen, darunter möglicherweise acht Todesfälle seit 2023.
Anwälte der Kanzlei Irwin Mitchell vertreten die Betroffenen und fordern Schadensersatz in Millionenhöhe. Die TUI wehrt sich gegen die Vorwürfe, doch der Fall sorgt für Schlagzeilen.
Ausfälle durch Nahost-Konflikt
Aufgrund der Eskalation im Nahen Osten hat die TUI Flüge und Kreuzfahrten in die Region eingestellt. Tausende Urlauber, darunter rund 30.000 Deutsche, waren betroffen und mussten zurückgeholt werden.
Rückholaktionen mit Sonderflügen aus Dubai und Abu Dhabi wurden organisiert. Die Nachfrage verlagert sich nun spürbar nach Europa, etwa nach Mallorca und Griechenland.
Starkes Geschäftsjahr 2025 und Ausblick 2026
Die TUI schloss 2025 mit Rekordumsatz von 24,2 Milliarden Euro und bereinigtem EBIT von 1,46 Milliarden Euro ab. Für 2026 prognostiziert der Konzern Umsatzplus von 2-4 Prozent und EBIT-Wachstum von 7-10 Prozent.
Im Q1 2026 startete die TUI mit bestem Auftaktergebnis ever: EBIT bei 77,1 Millionen Euro. Kreuzfahrten und Hotels trieben das Wachstum voran.
Neue Trends und Dividendenrückkehr
airtours von TUI hebt Reisetrends 2026 hervor: Griechenland boomt, Seychellen und Kanada steigen stark. Die Hauptversammlung beschloss eine Starter-Dividende von 0,10 Euro pro Aktie für 2025.
Trotz Aktienrückgängen sehen Analysten Potenzial in der TUI. Der Fokus liegt auf Urlaubserlebnissen und digitaler Expansion.
Quellen
Mehr als 1.700 Briten, die sich auf den Kapverden eine Krankheit zugezogen haben, schließen sich einer Klage gegen TUI an
Mehr als 1.700 Urlauber klagen nach Erkrankungen auf Kap Verde