Dass Hummelköniginnen unter Wasser atmen können, klingt zunächst wie ein Mythos – doch tatsächlich gibt es faszinierende biologische Erklärungen für diese erstaunliche Beobachtung. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hummelköniginnen in der Lage sind, längere Zeit in feuchter oder gar nasser Umgebung zu überleben, ohne zu ersticken. Diese Fähigkeit ist besonders nützlich im Frühjahr, wenn sie nach der Überwinterung aus dem Boden kriechen und manchmal von plötzlichem Regen überrascht werden.
Ihr dichter Pelz und winzige Luftblasen, die sich zwischen den Härchen bilden, ermöglichen eine Art Mini-Sauerstoffspeicher – eine temporäre Lösung, die den Eindruck erweckt, Hummelköniginnen könnten unter Wasser atmen. Diese Anpassung hilft ihnen, kritische Situationen zu überstehen, bis sie sich wieder trocknen oder an einen geschützten Ort zurückziehen können.
Evolutionäre Vorteile und Forschungsergebnisse
Biologen vermuten, dass diese Eigenschaft aus der evolutionären Notwendigkeit entstanden ist, in feuchten Böden und wechselhaften Klimazonen zu überleben. Laut einer Studie der Universität Hohenheim (2022) zeigte sich, dass Hummelköniginnen unter Laborbedingungen bis zu 30 Minuten in feuchter Umgebung aktiv bleiben konnten, ohne Anzeichen von Sauerstoffmangel.
Diese Forschung wirft ein neues Licht auf die Anpassungsfähigkeit von Insekten in sich wandelnden Lebensräumen. Die Vorstellung, dass Hummelköniginnen unter Wasser atmen können, verdeutlicht, wie die Natur immer wieder Wege findet, selbst unter extremen Bedingungen das Überleben zu sichern.
Quellen
Fähigkeit der Hummelkönigin beeindruckt – wie sie unter Wasser „atmet“
Researchers stunned: Queen bumblebees survive more than a week underwater