Der Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt einen deutlichen Anstieg der Grippefälle in Deutschland. In der 2. Kalenderwoche 2026 wurden über 20.500 labordiagnostisch bestätigte Influenza-Infektionen gemeldet, ein Zuwachs von rund 5.000 Fällen gegenüber der Vorwoche. Insgesamt sind seit Saisonbeginn mehr als 82.000 Fälle registriert, darunter 225 Todesopfer, hauptsächlich bei Personen über 60 Jahre.
Aktuelle Fallzahlen
Die Grippewelle hat in der 48. Kalenderwoche 2025 begonnen und betrifft nun alle Altersgruppen. Das RKI meldet für die Woche vom 5. bis 11. Januar rund 20.499 labordiagnostisch bestätigte Fälle, wobei die Dunkelziffer durch ungetestete Infektionen deutlich höher liegt. Besonders in Schulen und Kitas treten viele Fälle auf, und Hospitalisierungen steigen auf über 5.400 in der aktuellen Woche.
Der neue Virustyp: Subklade K
Ein neuer Influenza-A(H3N2)-Virustyp, die Subklade K, dominiert die Welle und wurde erstmals im Sommer 2025 nachgewiesen. Diese Variante wehrt sich besser gegen Antikörper aus früheren Infektionen und treibt die Ausbreitung voran, ohne jedoch generell schwerere Verläufe zu verursachen. Im NRZ für Influenzaviren machen A(H3N2)-Viren der Subklade K den Großteil der Nachweise aus.
Häufigste Fragen
Wie viele Menschen sind betroffen? Rund 3,9 Millionen Menschen erkrankten in der 2. KW neu an Atemwegserkrankungen, wobei Influenza stark zunimmt.
Schützt die Impfung? Ja, der Grippestoff wirkt gut gegen schwere Verläufe der Subklade K, wie Daten aus England zeigen; die STIKO empfiehlt noch eine Impfung.
Was tun bei Symptomen? Bei Fieber, Husten und Halsschmerzen Arztbesuch, Hygiene beachten und Vulnerable schützen.
Prävention und Ausblick
Die Grippeaktivität ist moderat, doch Abwasserdaten deuten auf weiter steigende Viruslasten hin. Experten raten zu Impfung, Masken in Risikogruppen und Hausapotheken-Check. Die Welle könnte sich in den kommenden Wochen verstärken, Nachmeldungen korrigieren Zahlen nach oben.
Quellen
Wie stark ist die Grippewelle?
Grippewelle nimmt Fahrt auf – Influenza bei schweren Infektionen häufig