13.09.2026
4 Minuten Lesezeit

Gary Oldmans Bond-Tipp: Warum Jack Lowden die perfekte Wahl für James Bond wäre

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© 2026 picture alliance

James Bond steht vor seiner vielleicht wichtigsten Neubesetzung seit Jahrzehnten. Während Fans weltweit spekulieren, wer Daniel Craig ablösen wird, hat ausgerechnet ein Insider einen Namen ins Spiel gebracht, der auf den ersten Blick überrascht, bei genauerem Hinsehen aber Sinn ergibt: Jack Lowden. Gary Oldman, selbst eine Legende des britischen Kinos und Lowdens Serienpartner aus „Slow Horses“, äußerte sich beim Toronto International Film Festival im September 2026 deutlich. Für ihn ist der 36-jährige Schotte nicht nur eine Option, sondern die logische Konsequenz einer Reihe von Faktoren, die die James Bond-Reihe dringend braucht.

Warum diese Nachricht mehr ist als nur ein Gerücht

Oldmans Äußerungen sind nicht als bloße Höflichkeit gegenüber einem Kollegen abzutun. Der Oscar-Preisträger deutete an, dass die Entscheidung der Produzenten bereits gefallen sei – auch wenn Amazon MGM Studios noch keine offizielle Bestätigung herausgegeben hat. „Sie haben ihn ausgewählt, es aber noch nicht öffentlich gemacht“, so Oldman in einem Interview. Diese Formulierung ist bemerkenswert präzise für jemanden, der angeblich keine Insider-Informationen haben will.

Doch unabhängig davon, ob Lowden tatsächlich bereits unter Vertrag steht oder nicht: Die Tatsache, dass ein Schauspieler von Oldmans Kaliber ihn öffentlich als idealen Jamesbond-Kandidaten bezeichnet, sagt mehr über die Richtung aus, in die sich das Franchise bewegen könnte. Oldman betont drei Eigenschaften, die für ihn essenziell sind: Jugend, Maskulinität und Humor. „Ein Teil des Rezepts für Bond ist, dass er ironisch sein und amüsiert wirken muss“, erklärte er. Und genau diese Qualitäten sieht er bei Lowden verkörpert.

Der schottische Faktor: Eine bewusste Rückbesinnung?

Besonders interessant ist Oldmans Hinweis auf Lowdens schottische Wurzeln. „Er ist Schotte – so wie der legendäre 007-Darsteller Sean Connery“, so Oldman. Diese Bemerkung ist keineswegs zufällig. Connery prägte die Rolle des James Bond James wie kein anderer und setzte den Standard, an dem sich alle nachfolgenden Darsteller messen lassen mussten. Eine bewusste Anknüpfung an diese Ursprünge könnte ein Signal sein: Nach Daniel Craigs intensiver, emotional aufgeladener Interpretation sucht das Franchise möglicherweise wieder mehr Leichtigkeit, Charme und diese typisch britische (oder in diesem Fall schottische) Understatement-Ironie.

Lowden, geboren 1990 in East Lothian, passt nicht nur demografisch in dieses Bild. Mit 36 Jahren befindet er sich in einem Alter, das Raum für mehrere Filme lässt, ohne dass die Rolle zur Belastung wird. Er ist jung genug, um eine neue Generation von Zuschauern anzusprechen, aber erfahren genug, um der ikonischen Figur Tiefe zu verleihen. Seine bisherigen Arbeiten – von „Dunkirk“ über „Mary Queen of Scots“ bis hin zu „The Outrun“ – zeigen einen Schauspieler, der sowohl physische Präsenz als auch emotionale Nuancen beherrscht.

Slow Horses als perfekte Vorbereitung

Die Spionageserie „Slow Horses“ hat Lowden einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Dort spielt er River Cartwright, einen MI5-Agenten, der in eine Abteilung für gescheiterte oder ungeliebte Spione versetzt wurde. Die Serie verbindet klassische Spionage-Elemente mit schwarzem Humor und dramatischer Spannung – genau die Mischung, die auch ein moderner Jamesbond-Film braucht. Lowden hat dort bereits bewiesen, dass er die Balance zwischen Action, Ironie und menschlicher Verletzlichkeit meistern kann.

Interessanterweise ist es ausgerechnet Gary Oldman, der in „Slow Horses“ den eigenwilligen Abteilungsleiter Jackson Lamb verkörpert. Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern ist unübersehbar, und Oldmans Lob für seinen Kollegen wirkt fast wie eine inoffizielle Empfehlung. Wenn jemand die Arbeitsweise und das Potenzial von Lowden einschätzen kann, dann Oldman – und seine Worte haben Gewicht in der Branche.

Was bedeutet das für die Zukunft von James Bond?

Sollte Lowden tatsächlich die Rolle erhalten, wäre das ein klares Statement der neuen Verantwortlichen bei Amazon MGM. Seit dem Studio im Februar 2025 die kreative Kontrolle über die Reihe übernommen hat, wurde intensiv nach einem neuen Kurs gesucht. Die Verpflichtung von Denis Villeneuve als Regisseur und Steven Knight („Peaky Blinders“) als Drehbuchautor zeigt bereits, dass man auf Qualität und cineastisches Prestige setzt. Lowden würde in dieses Bild passen: ein Schauspieler, der weder ein klassischer Actionheld noch ein reiner Charakterdarsteller ist, sondern beides vereint.

Die Entscheidung für Lowden hätte auch symbolische Bedeutung. Nach Jahren der Spekulation über Diversität, Geschlechterrollen und die Zukunft der James Bond-Reihe wäre die Wahl eines schottischen Schauspielers eine bewusste Rückkehr zu den Wurzeln – ohne dabei progressiv zu wirken. Lowden repräsentiert eine neue Generation britischer Schauspieler, die durch Qualität und Vielseitigkeit überzeugen, nicht durch medienwirksame Skandale.

Die Konkurrenz und der Zeitplan

Natürlich ist Lowden nicht der einzige Kandidat. Namen wie Aaron Taylor-Johnson, Tom Holland, Harris Dickinson, Jacob Elordi und Kingsley Ben-Adir wurden in den vergangenen Monaten ebenfalls gehandelt. Einige Berichte sprechen sogar von einem relativ unbekannten Schauspieler namens Jack Barton als führendem Kandidaten. Doch Oldmans Äußerungen haben die Diskussion neu belebt und Lowden erneut in den Fokus gerückt.

Produzentin Amy Pascal deutete an, dass die Bekanntgabe des neuen Darstellers noch Ende 2026 erfolgen könnte. Der Casting-Prozess unter der Leitung von Nina Gold wurde als „really, really methodical“ beschrieben – ein Zeichen dafür, dass man sich Zeit nimmt, um die richtige Entscheidung zu treffen. Sollte Lowden tatsächlich ausgewählt worden sein, wäre das nicht nur eine Bestätigung für ihn persönlich, sondern auch ein Gewinn für das gesamte Franchise.

Fazit: Mehr als nur ein Name

Gary Oldmans Unterstützung für Jack Lowden ist mehr als nur ein nettes Wort für einen Kollegen. Es ist ein Hinweis darauf, wohin sich James Bond entwickeln könnte: zurück zu den Wurzeln, aber mit einem modernen Gesicht. Lowden bringt alles mit, was die Rolle braucht – Jugend, Charisma, schauspielerische Tiefe und vor allem diese schwer fassbare Mischung aus Ironie und Ernst, die James Bond James seit jeher ausmacht.

Ob er es tatsächlich wird, bleibt abzuwarten. Doch allein die Tatsache, dass sein Name jetzt so prominent diskutiert wird, zeigt: Die Suche nach dem neuen 007 geht in eine entscheidende Phase. Und wenn es nach Gary Oldman geht, steht die Wahl bereits fest. Fans müssen sich also noch etwas gedulden – aber die Spannung steigt mit jeder neuen Äußerung.

Quellen

Gary Oldman schlägt neuen James-Bond-Kandidaten vor
Gary Oldman sagt, der neue James Bond steht fest. Er hofft, es ist sein Serienpartner

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