25.12.2025
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Russland rekrutiert Inder als Ersatz für gefallene Soldaten

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Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht auch im vierten Jahr mit hoher Intensität weiter. Nach Schätzungen westlicher Geheimdienste und internationaler Organisationen belaufen sich die russischen Verluste auf rund eine Million Tote und Verwundete seit Beginn des Krieges im Februar 2022. Allein im Jahr 2025 sollen laut britischen und US-Berichten etwa 100.000 russische Soldaten ums Leben gekommen sein.

Diese humanitäre Katastrophe hat auch massive Folgen für den russischen Arbeitsmarkt: Ganze Regionen klagen über Arbeitskräftemangel, insbesondere im Bauwesen, in der Industrie und in der Landwirtschaft.

Indien wird zur neuen Arbeitsquelle für Russland

Angesichts dieses Mangels hat Russland begonnen, verstärkt Arbeitskräfte aus Indien anzuwerben. Nach Medienberichten indischer und russischer Zeitungen sollen mehrere zehntausend Inder über Rekrutierungsfirmen in Golfstaaten oder direkt nach Russland gelangt sein.

Dabei sollen die Arbeiter oft mit Versprechungen über gute Löhne und sichere Aufenthalte nach Russland gelockt werden. In der Praxis berichten aber viele von schwierigen Arbeitsbedingungen, ausbleibenden Zahlungen und teils gefährlichen Einsätzen nahe der Frontgebiete.

Auch die indische Regierung in Neu-Delhi reagierte inzwischen kritisch: Das Außenministerium warnte wiederholt vor dubiosen Verträgen und rief Landsleute zur Vorsicht auf.

Strategische Ziele Moskaus

Beobachter sehen in diesem Vorgehen einen Teil von Putins Strategie, die russische Kriegswirtschaft am Laufen zu halten. Der Kreml versucht, Produktionsketten stabil zu halten, während Hunderttausende Männer im Kriegseinsatz stehen oder gefallen sind.

Die Rekrutierung ausländischer Arbeitskräfte – neben Indien auch aus zentralasiatischen Ländern – dient dazu, die wirtschaftliche Belastung abzufedern und den Arbeitsmarkt künstlich zu stabilisieren. Laut einigen Analysen könnte dies jedoch neue gesellschaftliche Spannungen in Russland erzeugen, da viele Russen Migranten als Konkurrenz ansehen.

Internationale Kritik wächst

Internationale Menschenrechtsorganisationen haben bereits vor einer „modernen Form der Ausbeutung“ gewarnt. Sie betonen, dass viele dieser Arbeiter ohne ausreichende Sprachkenntnisse, soziale Absicherung oder rechtlichen Schutz nach Russland kommen.

Auch in Indien wächst der Druck auf die Regierung, gegen die ausbeuterischen Praktiken russischer Unternehmen vorzugehen, die an der Anwerbung beteiligt sind.

Quellen

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