Nach Wochen des Stillstands ist sie wieder da: die berühmte Eisbachwelle im Herzen Münchens. In einer nächtlichen Aktion wurde die künstliche Surfwelle am 25. Dezember 2025 überraschend wieder aufgebaut und in Betrieb genommen. Bereits am Morgen strömten die ersten Surferinnen und Surfer an den Eisbach, um das Comeback ihrer Lieblingswelle zu feiern.
Die Eisbachwelle gilt nicht nur als Kultort der Münchner Surfszene, sondern auch als weltweit einzigartiges urbanes Surf-Spot-Phänomen. Seit ihrer Entstehung in den 1970er-Jahren zieht sie Sportbegeisterte und Touristen gleichermaßen an.
Streit zwischen Stadt und Surf Club München
Der Neustart fiel jedoch nicht vom Himmel. Noch kurz zuvor hatte der Surf Club München heftige Kritik an der Stadtverwaltung geübt. Die geforderten Sicherheitsauflagen seien „unerfüllbar und praxisfern“, hieß es in einer Stellungnahme des Vereins. Unter anderem ging es um bauliche Anpassungen, die nach Angaben des Clubs zu erheblichen Einschränkungen des Surfens geführt hätten.
Nach internen Gesprächen sei nun eine Übergangslösung gefunden worden, bestätigte ein Sprecher des Referats für Klima- und Umweltschutz. Diese ermögliche den Betrieb der Eisbachwelle vorerst unter Aufsicht und eingeschränkten Bedingungen.
Zukunft weiterhin unklar
Wie es langfristig weitergeht, bleibt offen. Während die Stadt auf umfassendere Sicherheitsvorkehrungen besteht, fordert die Surfgemeinschaft eine dauerhafte und realistische Lösung, die den Charakter des Spots erhält.
„Die Welle muss bleiben – aber so, dass sie auch nutzbar ist“, betonte ein Sprecher des Surf Club München gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Viele Münchnerinnen und Münchner sehen die Rückkehr der Eisbachwelle als Symbol für bürgerschaftliches Engagement und den Erhalt städtischer Kulturorte.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der fragile Kompromiss hält – oder ob erneut Stillstand droht.
Quellen
Eisbachwelle zurück – aber wohl nicht auf Dauer
Eisbachwelle wieder da – aber nur kurzzeitig