Große Teile Europas kämpfen weiterhin mit strengen Winterbedingungen, darunter heftige Schneefälle, Glätte und eisige Temperaturen. In Frankreich haben diese Wetterphänomene zu tragischen Unfällen geführt, bei denen fünf Menschen ums Leben kamen. Besonders im Südwesten, Norden und Westen des Landes, einschließlich der Region um Paris, meldeten Behörden massive Verkehrsprobleme.
Tragische Unfälle in Frankreich
Drei Menschen starben im Südwesten Frankreichs bei einer Massenkarambolage mit rund 100 Fahrzeugen auf der A63 nahe Saint-Geours-de-Maremne, ausgelöst durch Eisregen. Ein Taxifahrer verunglückte im Großraum Paris, als sein Wagen in den Fluss Marne stürzte, und ein weiterer Fahrer kollidierte östlich von Paris tödlich mit einem Lkw. Die Präfektur des Départements Landes sprach von Dutzenden Verletzten, darunter Schwerverletzte, die in Krankenhäuser nach Bayonne und Dax gebracht wurden.
KLM-Flugausfälle durch Enteisungsknappheit
Die niederländische Airline KLM streicht am Mittwoch rund 600 Flüge vom Flughafen Schiphol in Amsterdam, da das Mittel zum Enteisen der Flugzeuge ausgeht. Der deutsche Lieferant kann aufgrund des Winterwetters in Europa nicht pünktlich liefern, weshalb KLM-Mitarbeiter die Flüssigkeit selbst abholen müssen. Bereits am Dienstag fielen über 400 Flüge aus, und täglich werden bis zu 85.000 Liter Enteisungsflüssigkeit verbraucht.
Weitere Auswirkungen auf Verkehr und Gesellschaft
In Frankreich fielen Schulbusse aus, sechs kleinere Flughäfen schlossen, und Zugstrecken im Westen wurden gesperrt; TGV-Züge fuhren gedrosselt. Verkehrsminister Philippe Tabarot kritisierte den Wetterdienst Météo-France für unterschätzte Schneemengen von bis zu acht Zentimetern statt prognostizierter drei. In den Niederlanden stand der Zugverkehr zeitweise still, und europaweit kam es zu Staus von Hunderten Kilometern.
Quellen
Fünf Tote nach Glätteunfällen in Frankreich
Sechs Tote bei Extrem-Winter in Europa: Experten warnen vor Glätte und Schnee auf den Straßen