Russland hat die Hyperschallrakete Oreschnik zum zweiten Mal gegen Ziele in der Westukraine eingesetzt, speziell in der Region Lwiw nahe der polnischen Grenze. Der Angriff zielte auf Drohnenproduktionsstätten und Energieinfrastruktur ab. Dies geschah in der Nacht zum 9. Januar 2026 als massive Raketen- und Drohnenwelle.
Putins Ziele
Putin wollte mit dem Einsatz auf einen angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf seine Residenz Ende Dezember 2025 reagieren, was Kiew als Lüge zurückweist. Der Kreml demonstriert Stärke und testet die Rakete in einem realen Szenario, um Eskalation gegenüber NATO und Westen zu signalisieren. Experten sehen darin mehr Propaganda als militärischen Nutzen, da die Waffe teuer und ungenau ist.
Technische Eigenschaften
Die Oreschnik ist eine ballistische Mittelstreckenrakete mit Reichweite bis 5500 km, Geschwindigkeit über 12.000 km/h (Mach 10+) und bis zu sechs Gefechtsköpfen. Sie fliegt eine parabolische Bahn außerhalb der Atmosphäre und ist atomwaffenfähig, wurde aber konventionell bestückt. Erster Einsatz war November 2024 gegen Dnipro; Serienproduktion läuft, stationiert auch in Belarus.
Abwehrbarkeit
Der Kreml behauptet, die Oreschnik sei unabwehrbar durch Hyperschallgeschwindigkeit und Mehrfachsprengköpfe. Systeme wie Patriot erreichen nicht die notwendige Höhe und müssen mehrere Ziele tracken, was schwierig ist. Spezialisierte Systeme wie Arrow 3 könnten sie exoatmosphärisch abfangen, sind aber nicht in der Ukraine verfügbar.
Quellen
Was wollte Putin mit der “Oreschnik” erreichen?
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