Am 14. Januar 2026 ereignete sich in der Provinz Nakhon Ratchasima, nordöstlich von Bangkok, eine schwere Katastrophe: Ein Baukran, der am Hochgeschwindigkeitsbahn-Projekt arbeitete, stürzte um 9:13 Uhr Ortszeit auf einen fahrenden Personenzug. Der Kran traf Waggons 1 bis 3, führte zu einer Entgleisung und einem Brand in Waggon 3; der Zug fuhr mit etwa 120 km/h und beförderte 195 Passagiere. Mindestens 32 Menschen starben, 66 wurden verletzt, darunter ein einjähriges Kind und eine 85-jährige Person; drei gelten als vermisst.
Projekt und Beteiligte
Der Kran war Teil des thailändisch-chinesischen Hochgeschwindigkeitsprojekts von Bangkok nach Nong Khai an der Grenze zu Laos, mit einem Budget von über 16,8 Milliarden US-Dollar und Verbindung zur chinesischen Belt-and-Road-Initiative. Hauptunternehmer ist Italian-Thai Development (Italthai) in Kooperation mit einem chinesischen Unternehmen; der Kran war eine selbstfahrende Launching-Gantry-Konstruktion mit 20–30 Tonnen Gewicht. Der Schaden am Zug beläuft sich auf über 100 Millionen Baht (ca. 3,1 Millionen US-Dollar).
Rettungseinsatz und Zeugenaussagen
Rettungskräfte evakuierten Überlebende aus umgestürzten Waggons mit Einsatz weiterer Krane; Rauchwolken und Trümmer erschwerten die Operationen. Zeugin Maliwan Nakthon berichtete von fallenden Betonstücken, gefolgt vom Kransturz in unter einer Minute; ein Zugmitarbeiter beschrieb, wie Passagiere durch die Luft geschleudert wurden. Lokale Helfer wie Penporn zogen Dutzende Verletzte aus den Wracks.
Folgen und Untersuchungen
Thailands Premierminister ordnete eine Untersuchung an; die Staatseisenbahn plant Klage gegen Italthai und suspendierte Arbeiten am Standort. Der Vorfall löste Empörung aus, da Italthai bereits mit dem Einsturz eines Hochhauses in Bangkok im März 2025 (ca. 100 Tote) und einem Tunnelkollaps 2024 in Verbindung steht. Am Folgetag stürzte ein weiterer Kran in Samut Sakhon ein und forderte zwei weitere Tote.
Quellen
Thailand: Eingestürzter Baukran führte zu Zugunglück
Zwei Tote nach erneutem Einsturz eines Baukrans in Thailand