22.01.2026
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Bundesweite Kundgebungen: Solidarität mit Kurden nach Luftangriffen in Syrien

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In zahlreichen deutschen Städten haben am Dienstagabend Tausende Menschen gegen die jüngsten Angriffe auf kurdische Gebiete in Nordsyrien demonstriert. Die Teilnehmenden forderten ein sofortiges Ende der militärischen Operationen und mehr internationales Engagement zum Schutz der Zivilbevölkerung. Nach Angaben der Polizei verliefen die Kundgebungen weitgehend friedlich.

Organisiert wurden die Proteste von kurdischen Verbänden und linken Organisationen, die auf die humanitäre Lage in der Region aufmerksam machen wollten. Besonders in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Köln versammelten sich Hunderte bis Tausende Unterstützerinnen und Unterstützer.

Hintergrund: Neue Eskalation in Nordsyrien

Nach Angaben internationaler Beobachter haben türkische Luftangriffe in den letzten Tagen mehrere Ziele in von Kurden kontrollierten Gebieten getroffen. Ankara begründet die Einsätze mit der Bekämpfung „terroristischer Strukturen“, während kurdische Vertreter der Autonomieverwaltung der Region von gezielten Angriffen auf zivile Infrastruktur sprechen.

Die Lage in Nordsyrien gilt seit Jahren als fragil. Die kurdischen Selbstverwaltungsgebiete spielten im syrischen Bürgerkrieg eine zentrale Rolle im Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat“. Seit dem Rückzug westlicher Truppen 2019 sehen sie sich jedoch verstärktem Druck durch die Türkei ausgesetzt.

Stimmen der Demonstrierenden

Viele Demonstrierende äußerten Besorgnis über das Schweigen der internationalen Gemeinschaft. „Wir sind heute hier, um Solidarität mit unseren Familien in Syrien zu zeigen“, erklärte eine Sprecherin des kurdischen Dachverbands KON-MED. Auch Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International forderten eine unabhängige Untersuchung der Angriffe.

Zahlreiche Teilnehmer trugen Transparente mit Aufschriften wie „Frieden für Kurdistan“ und „Stoppt die Bombardierungen“. Einige riefen die Bundesregierung auf, stärker diplomatisch zu intervenieren und Waffenexporte in die Türkei einzustellen.

Polizei lobt friedlichen Verlauf

Trotz der großen Teilnehmerzahlen berichteten die Behörden von einem überwiegend geordneten Ablauf. Lediglich bei der Abschlusskundgebung in Berlin kam es kurzzeitig zu Rangeleien zwischen Demonstrierenden und der Polizei. „Insgesamt verlief der Abend ruhig“, teilte ein Sprecher der Berliner Polizei mit.

Quellen.

Tausende protestieren gegen Angriffe auf Kurden in Syrien
Tausende Kurden demonstrieren in mehreren NRW-Städten

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