Laut einem neuen Bericht westlicher Nachrichtendienste soll Russland seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 rund 1,2 Millionen Soldaten verloren haben. Die Angaben umfassen sowohl Gefallene als auch Schwerverwundete, die nicht mehr dienstfähig sind. Damit wäre der Konflikt für Moskau der verlustreichste Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg.
Sowohl Russland als auch die Ukraine halten genaue Zahlen zu ihren militärischen Verlusten unter Verschluss. Unabhängige Überprüfungen sind daher schwierig. Dennoch liefern Analysen westlicher Geheimdienste, Satellitenbilder und soziale Medien ein immer deutlicheres Bild des massiven Blutzolls auf beiden Seiten.
Ukraine veröffentlicht keine Gesamtzahlen
Auch das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlicht keine genauen Daten über Gefallene und Verwundete der eigenen Streitkräfte. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte zuletzt, „jede Zahl in diesem Krieg ist ein Schmerz für ein Volk“. Schätzungen westlicher Beobachter gehen jedoch auch auf ukrainischer Seite von mehreren Hunderttausend Verlusten aus.
Die wachsenden Opferzahlen zeigen, wie intensiv und langwierig der Krieg geworden ist – besonders nach den verlustreichen Kämpfen um Bachmut, Awdijiwka und im Süden des Landes.
Mobilisierung in Russland sorgt für Spannungen
Trotz der immensen Verluste hat Russland im Jahr 2025 erneut Zehntausende Männer mobilisiert. Die Regierung in Moskau spricht offiziell von einer „stabilen Frontlage“ und bezeichnet die westlichen Berichte als „Desinformation“. Doch laut unabhängigen russischen Medien und Untersuchungen von Plattformen wie Mediazona und BBC Russia bestätigen Namenslisten sowie Friedhofsdaten die hohe Zahl an Gefallenen.
Die anhaltende Mobilisierung und die verschärfte Zensur im Land lassen viele junge Männer aus Russland fliehen oder versuchen, dem Kriegsdienst zu entgehen.
Quellen
Russland hat laut Bericht rund 1,2 Millionen Soldaten verloren
Bericht: Russland hat im Ukrainekrieg 1,2 Millionen Soldaten verloren