Nur wenige Tage nach neuen diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges hat Russland die Ukraine erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Behörden wurden dabei mehrere Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Ziel der Attacken waren unter anderem die Hauptstadt Kiew, Charkiw und die Hafenstadt Odessa.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in einer Videobotschaft von einem „Akt des Terrorismus“ und warf Russland vor, gezielt zivile Infrastruktur anzugreifen, um Angst und Chaos zu verbreiten.
Zivilisten unter den Opfern
Laut dem ukrainischen Innenministerium trafen russische Raketen sowohl Wohnhäuser als auch Energieanlagen. Durch Brände und Trümmer seien ganze Stadtviertel beschädigt worden. Rettungskräfte seien weiterhin im Einsatz, um Verschüttete zu bergen.
Nach ersten Schätzungen könnten die Opferzahlen weiter steigen, da mehrere Regionen weiterhin unter Beschuss stehen. Auch in der Nähe von Dnipro und Saporischschja wurden Explosionen gemeldet.
Internationale Reaktionen und diplomatische Lage
Die erneuten Angriffe sorgten international für scharfe Kritik. Vertreter der Europäischen Union und der Vereinten Nationen verurteilten das Vorgehen Russlands und forderten eine sofortige Einstellung der Angriffe. Deutsche Außenministerin Annalena Baerbock nannte die Attacken ein „fatales Signal“ für die laufenden Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand.
Unterdessen betonte die ukrainische Regierung, dass sie an den diplomatischen Bemühungen festhalten werde – eine Kapitulation aber ausgeschlossen sei.
Hintergrund: Krieg dauert seit fast zwei Jahren an
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert mittlerweile fast zwei Jahre. Trotz wiederholter Friedensinitiativen und Sanktionen gegen Moskau bleibt die militärische Lage angespannt. Besonders Drohnen- und Raketenangriffe auf ukrainische Städte haben in den vergangenen Monaten stark zugenommen.
Quellen
Mehrere Tote durch russische Angriffe in der Ukraine
Neue russische Angriffe auf Energieversorgung und Wohngebäude – sieben Todesopfer