Ein deutscher Polizist aus Essen steht auf Mallorca im Zentrum eines schweren Gewaltvorwurfs. Ihm wird zur Last gelegt, im Sommer einen damals 71-jährigen Taxifahrer nach einem Streit körperlich attackiert und schwer verletzt zu haben. Der Vorfall ereignete sich laut Berichten in der Nähe des Urlaubsortes Cala Ratjada, wo der Beamte privat unterwegs war.
Richterin sieht hinreichenden Tatverdacht
Eine Ermittlungsrichterin auf der Balearen-Insel hat nun entschieden, ein Hauptverfahren einzuleiten. Der Beschuldigte bestreitet bisher die Tat, beruft sich auf eine angebliche Provokation durch den Taxifahrer. Dennoch sieht das Gericht ausreichend Beweise, um den Fall vor Gericht zu bringen. Laut mallorquinischer Justiz soll der Prozess in den kommenden Wochen beginnen.
Entschädigung bereits gezahlt
Bereits im Vorfeld war über 40.000 Euro an Entschädigung an das Opfer gezahlt worden. Medienberichten zufolge wurde diese Summe im Rahmen eines Vergleichs geleistet. Dennoch steht die strafrechtliche Aufarbeitung der Tat weiterhin aus, da es sich um ein mögliches Offizialdelikt handelt.
Mögliche Konsequenzen für den Beamten
Sollte der Beamte verurteilt werden, drohen nicht nur eine Haft- oder Geldstrafe, sondern auch disziplinarische Maßnahmen durch seine Dienststelle in Essen. Bei rechtskräftiger Verurteilung könnte sogar die Entfernung aus dem Polizeidienst folgen.
Internationale Aufmerksamkeit
Der Fall sorgt auf Mallorca und in Deutschland gleichermaßen für Schlagzeilen, da er Fragen nach dem Verhalten von Polizeibeamten im Ausland und dem Ansehen deutscher Sicherheitskräfte aufwirft. Die Verhandlung wird voraussichtlich in Palma de Mallorca stattfinden, begleitet von erheblichem Medieninteresse.
Quellen
Richterin auf Mallorca ordnet Prozess gegen deutschen Polizisten an
Deutscher Polizist verprügelte Taxifahrer auf Mallorca