Bei einem verheerenden Anschlag auf eine Moschee im Nordwesten Pakistans sind nach aktuellen Behördenangaben mindestens 31 Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Der Angriff ereignete sich während des Freitagsgebets, als Dutzende Gläubige in dem Gebäude versammelt waren.
Nach ersten Ermittlungen detonierte eine Sprengladung im Inneren der Moschee, die erhebliche Zerstörungen verursachte. Augenzeugen berichten von einem lauten Knall, gefolgt von Panik und Rauch, der den gesamten Gebetsraum erfüllte. Polizei und Rettungskräfte waren schnell vor Ort, um Verletzte in nahegelegene Krankenhäuser zu bringen.
Behörden gehen von gezieltem Terroranschlag aus
Sicherheitsbehörden vermuten hinter der Tat einen Terroranschlag, der gezielt auf die muslimische Gemeinde abzielte. Erste Hinweise deuten auf Verbindungen zu militanten Gruppen im Grenzgebiet zu Afghanistan hin, die in der Vergangenheit ähnliche Anschläge verübt haben.
Laut einem Sprecher der Provinzregierung wurde ein Krisenstab eingerichtet, um die Hintergründe des Angriffs zu untersuchen. Gleichzeitig wurde der Sicherheitsstatus in mehreren Städten der Region erhöht, um weitere Attacken zu verhindern.
Reaktionen von Politik und Gesellschaft
Premierminister Shehbaz Sharif verurteilte den Anschlag scharf und sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus. Er betonte, dass der „Kampf gegen Terrorismus“ weiterhin mit allen Mitteln geführt werde. Auch religiöse Führer riefen zur Einheit und zum Frieden auf, um weiteren Spaltungen in der Gesellschaft entgegenzuwirken.
In den sozialen Medien drückten Tausende Menschen ihre Anteilnahme aus. Unter dem Hashtag #PrayForPakistan verbreiteten sich Solidaritätsbekundungen, aber auch Forderungen nach mehr Schutz religiöser Einrichtungen.
Hintergrund: Anhaltende Gewalt im Grenzgebiet
Pakistan erlebt immer wieder schwere Anschläge, insbesondere in den grenznahen Regionen zu Afghanistan. Seit dem Machtwechsel in Kabul im Jahr 2021 haben sich dort radikale Gruppen erneut formiert, die regelmäßig Ziele in Pakistan angreifen. Die Region zählt zu den instabilsten des Landes, wo sowohl ethnische Spannungen als auch religiöse Extremgruppen aktiv sind.
Die pakistanische Armee kündigte an, ihre Operationen gegen militante Zellen fortzusetzen und die Sicherheitslage in betroffenen Gebieten weiter zu überprüfen.
Quellen
Mindestens 31 Tote bei Anschlag auf Moschee
Terror in Pakistan: Über 30 Menschen sterben bei Anschlag auf Gebetshaus