Die Deutsche Bahn hat die beliebte Webserie „Boah, Bahn!“ mit Anke Engelke eingestellt. Eine Fortsetzung im Jahr 2026 wird es nicht geben, da dies „nicht in die Zeit passe“, teilte das Unternehmen mit.
Hintergrund der Kampagne
Die Serie startete im Oktober 2025 als humorvolle Imagekampagne auf Social-Media-Kanälen der Bahn. Anke Engelke spielt darin die Zugchefin Tina, die mit typischen Bahnproblemen wie Verspätungen und defekten Kaffeemaschinen kämpft. DB-Vorstand Michael Peterson lobte sie als „humorvolle Liebeserklärung an die Mitarbeitenden“.
Kosten und politische Kritik
Medienberichte sprechen von Kosten jenseits der sieben Millionen Euro für die Kampagne. SPD-Politiker Sebastian Fiedler nannte dies einen „Skandal“ und kritisierte, dass das Geld für 100 zusätzliche Sicherheitskräfte hätte reichen können. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Sicherheitsdebatten nach der Tötung eines Zugbegleiters.
Reaktionen aus Gewerkschaft und Politik
Bahngewerkschaft EVG-Vorsitzender Martin Burkert fragte, ob nicht Pausenräume oder Bodycams eine bessere Investition gewesen wären. Die Bahn betonte, die Ausgaben seien branchenüblich und Geschäftsgeheimnisse. Das Thema wird in Bundestagsausschüssen behandelt.
Ausblick und Konsequenzen
Unter neuer Bahn-Chefin Evelyn Palla wurde die Kampagne neu bewertet. Die Entscheidung spiegelt den Fokus auf Sicherheit und Kostendruck wider. Die Episoden bleiben online verfügbar, doch eine Fortsetzung scheidet aus.
Quellen
Bahn stellt Image-Kampagne mit Anke Engelke ein
Bahn-Imagekampagne soll mehr als sieben Millionen Euro gekostet haben