Die Gewalt in deutschen Zügen und an Bahnhöfen hat im Jahr 2025 ein neues, besorgniserregendes Niveau erreicht. Laut Polizeistatistiken wurden Tausende Delikte registriert, darunter über 980 Messerangriffe und rund 2.200 Sexualdelikte.
Aktuelle Zahlen und Trends
Im Jahr 2025 kam es zu einem erneuten Anstieg der Gewaltdelikte im Bahnbereich. Die Bundespolizei verzeichnete 5.660 Angriffe auf ihre Beamten, im Vergleich zu etwa 5.500 im Vorjahr. Zudem gab es rund 3.000 körperliche Übergriffe auf Bahnmitarbeiter, oft bei Kontrollen oder Großveranstaltungen.
Der Trend zeigt sich auch monatlich: Im März 2024 wurden über 2.800 Gewaltdelikte an Bahnhöfen gemeldet, ein Plus von 17 Prozent zum Vorjahr. Sexualdelikte stiegen um 37 Prozent, mit 213 Fällen.
Brennpunkte an Hauptbahnhöfen
Besonders betroffen sind Großstädte. Der Leipziger Hauptbahnhof führt mit 859 Delikten, gefolgt von Dortmund (735) und Berlin (654). Über 600 Taten gab es in Köln, Hannover und Hamburg; München verzeichnete 553 Fälle.
Insgesamt stiegen Gewaltverbrechen 2024 um 6 Prozent, seit 2019 um 51 Prozent – das sind täglich etwa 74 Delikte im Schienennetz.
Maßnahmen der Behörden und Bahn
Bund, Länder und Deutsche Bahn einigten sich auf Konsequenzen: Alle kundenkontaktierenden Mitarbeiter erhalten bis 2026 Bodycams, 200 zusätzliche Sicherheitskräfte werden eingestellt. Verbesserte Schutzausrüstung steht ebenfalls an.
Diese Schritte zielen auf eine spürbare Verbesserung der Sicherheit ab, doch die Ursachen – von Messergewalt bis verbalen Attacken – erfordern langfristige Strategien.
Quellen
Polizeibericht zeigt Ausmaß der Gewalt in Zügen und an Bahnhöfen
Gewalt an deutschen Bahnhöfen explodiert!