Die Gewerkschaft ver.di hat bundesweit zu Streiks bei der Autobahn GmbH aufgerufen, was Autobahnen und Tunnel massiv beeinträchtigt. Tausende Mitarbeiter legen die Arbeit nieder, um höhere Löhne zu fordern. Dies führt zu erheblichen Staus und Umleitungen.
Hintergrund der Streiks
Die Streiks sind Teil einer Tarifstreitigkeit zwischen ver.di und der bundeseigenen Autobahn GmbH. Ver.di verlangt eine Lohnerhöhung von 7 Prozent oder pauschal 300 Euro für untere Lohnstufen, begründet durch Inflation und Fachkräftemangel. Die Geschäftsleitung hält dies aufgrund knapper Budgets für nicht finanzierbar.
Bereits im Januar 2026 kam es zu Warnstreiks, bei denen Tunnel wie der Rheintunnel in Düsseldorf oder der Elbtunnel in Hamburg gesperrt wurden. Rund 14.000 Beschäftigte und Mitarbeiter von Landstraßenbehörden waren beteiligt.
Auswirkungen auf den Verkehr
Die aktuellen Streiks in der Woche ab dem 16. Februar 2026 betreffen Autobahnmeistereien, Verkehrs- und Tunnelleitzentralen bundesweit. Betroffen sind Regionen wie Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Bayern und Niedersachsen, mit Pausenaktionen und vollständigen Schließungen. Autofahrer müssen mit massiven Behinderungen rechnen, einschließlich Staus und Umleitungen auf Nebenstraßen.
Besonders sensible Bereiche wie der Hamburger Elbtunnel oder Tunnel in der A7 könnten wieder schließen, was zu Chaos in Städten führt. Die Autobahn GmbH hat Notdienstvereinbarungen getroffen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, verspricht aber keine vollständigen Sperrungen.
Positionen der Beteiligten
Ver.di bezeichnet die Aktionen als “Warnschuss” und droht mit rollenden Schließungen von Tunneln und Brücken, falls keine Einigung bis zur nächsten Verhandlungsrunde erzielt wird. Die Autobahn GmbH wehrt sich teils juristisch gegen unverhältnismäßige Streiks und betont die Sicherheitsrisiken.
Frachtverkehr und Pendler sind stark betroffen, mit längeren Routen und höheren Kosten. Experten raten zu Pufferzeiten in Reiseplänen.
Quellen
Ver.di ruft zu bundesweiten Streiks bei Autobahn GmbH auf
Autobahn GmbH bestreikt Autobahnen und Tunnel








