Ghislaine Maxwell, enge Vertraute des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, hat kürzlich vor einem US-Kongressausschuss die Aussage verweigert. Sie beruft sich auf ihr Recht gegen Selbstbelastung und sitzt derzeit eine 20-jährige Haftstrafe ab. Dieser Vorfall wirft neue Fragen zur Aufklärung des Epstein-Skandals auf.
Hintergrund des Epstein-Falls
Jeffrey Epstein, ein einflussreicher US-Finanzier, wurde beschuldigt, Minderjährige sexuell missbraucht zu haben, und starb 2019 im Gefängnis. Ghislaine Maxwell galt als seine Komplizin, die Opfer rekrutierte und vermittelte. Sie wurde 2022 zu 20 Jahren Haft verurteilt und verbüßt diese in einem Gefängnis in Texas.
Die kürzliche Anhörung
Am Montag, den 9. Februar 2026, war Maxwell per Video aus dem Gefängnis zum US-Repräsentantenhaus-Aufsichtsausschuss zugeschaltet. Ausschussvorsitzender James Comer berichtete, dass sie wie erwartet den Fünften Verfassungszusatz in Anspruch nahm und keine Fragen beantwortete. Der Ausschuss wollte Details zu möglichen Mitverschwörern und Epsteins Netzwerk erfragen.
Begründung und Forderungen
Maxwells Anwalt hatte im Voraus angekündigt, dass sie ohne Immunität schweigen werde, da eine Aussage sie strafrechtlich belasten könnte. Er forderte rechtliche Absicherung, die der Kongress ablehnte, und signalisierte Bereitschaft zu einer Aussage bei einer Begnadigung durch Präsident Donald Trump. Comer bezeichnete die Weigerung als enttäuschend für die Untersuchungen.
Ausblick und Konsequenzen
Die Verweigerung behindert die laufenden Ermittlungen nach neuen Epstein-Akten. Es bleibt abzuwarten, ob eine Begnadigung durch Trump realistisch ist, da er kürzlich wiedergewählt wurde. Der Fall unterstreicht anhaltende Debatten um Prominente in Epsteins Umfeld.
Quellen
Epstein-Vertraute Maxwell verweigert Aussage
Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell verweigert Aussage vor Kongress