Beim Bezirksgericht für den nördlichen Teil des US-Bundesstaates Illinois ist eine Klage gegen den Fast-Food-Konzern McDonald’s eingereicht worden. Die Kläger behaupten, das beliebte Sandwich McRib enthalte entgegen der Werbeaussagen kein echtes Schweinerippenfleisch. Stattdessen handele es sich um ein industriell verarbeitetes Fleischprodukt, das in eine Rippenform gepresst werde.
Vorwurf: Irreführende Werbung beim McRib
Laut der beim Gericht eingereichten Klageschrift sei die Werbung für den McRib irreführend. Verbraucher seien durch Begriffe wie „Rippenfleisch“ und die Form des Produkts getäuscht worden, da dies den Eindruck „echter, von Rippen gelöster Fleischstücke“ erwecke. Juristisch könnte der Fall unter Täuschung von Konsumenten und Verstoß gegen Werberichtlinien fallen.
McDonald’s weist Vorwürfe zurück
Ein Sprecher von McDonald’s bezeichnete die Anschuldigungen als „haltlos und unbegründet“. Das Unternehmen betonte, dass alle Zutaten transparent auf der Website und in Filialen offengelegt würden. Der McRib sei „ein Produkt mit authentischem Geschmack, wie Kunden ihn seit Jahrzehnten schätzen“.
Die Fast-Food-Kette kündigte an, sich energisch gegen die Klage zu verteidigen und verwies auf die langjährige Beliebtheit des McRib, der regelmäßig zeitlich begrenzt angeboten wird.
Hintergrund zum McRib
Der McRib wurde erstmals Anfang der 1980er-Jahre in den USA eingeführt und hat inzwischen Kultstatus. Die feste, grillähnliche Form soll Rippenfleisch darstellen, besteht aber tatsächlich aus einem gemahlenen und geformten Schweinefleisch-Patty, das mit Barbecuesauce serviert wird.
Bedeutung für Verbraucherrechte
Der Fall könnte über die USA hinaus Bedeutung erlangen, da er Fragen zur Wahrheit in der Lebensmittelwerbung aufwirft. Verbraucherschützer argumentieren, dass große Marken transparenter mit Produktinhalten umgehen sollten, insbesondere bei stark verarbeiteten Lebensmitteln..
Quellen
McDonald’s wegen McRib verklagt
McDonald’s wegen fehlendem Rippenfleisch im McRib mit Sammelklage konfrontiert