Mehrere Bundesstaaten im Norden und Osten der Vereinigten Staaten haben den Notstand ausgerufen, nachdem Meteorologen vor einem der schlimmsten Winterstürme der letzten Jahre gewarnt hatten. Der sogenannte „Monstersturm“ bringt heftige Schneefälle, eisige Temperaturen und massive Stromausfälle mit sich. Besonders betroffen sind die Regionen um New York, Pennsylvania und Massachusetts, wo die Behörden die Bevölkerung dazu aufgerufen haben, zu Hause zu bleiben.
Präsident Trump lehnt Klimazusammenhang ab
Während Wissenschaftler den Sturm als weiteres Beispiel für die zunehmenden Extremwetterphänomene im Zuge des Klimawandels sehen, nutzte Ex-Präsident Donald Trump die Lage, um erneut Zweifel an der Existenz der Klimakrise zu äußern. In einem Beitrag auf seinem sozialen Netzwerk „Truth Social“ schrieb Trump, die „Kältewelle“ beweise, dass es keine globale Erwärmung gebe – eine Aussage, die von Experten als irreführend zurückgewiesen wurde.
Experten warnen vor weiteren Extremwetterlagen
Klimaforscher der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) betonen, dass derartige Extremwetterlagen durch Veränderungen in atmosphärischen Strömungen zunehmen könnten. Der Jetstream, der kalte Luft aus der Arktis nach Süden lenkt, habe sich in den letzten Jahren deutlich instabiler gezeigt. Laut der Wissenschaftlerin Dr. Emily Hansen von der University of Colorado könnten die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Folgen der aktuellen Sturmserie noch wochenlang spürbar sein.
Bevölkerung bereitet sich auf anhaltende Kälte vor
In zahlreichen Bundesstaaten wurden Notunterkünfte eingerichtet und Versorgungspakete verteilt. Supermärkte berichten von Lieferengpässen, und in mehreren Städten sind Straßen und Flughäfen geschlossen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, den Energieverbrauch zu senken und ältere Menschen oder Bedürftige besonders zu unterstützen.
Quellen
US-Bundesstaaten rufen wegen »Monstersturm« Notstand aus
„Monstersturm“ nähert sich – Millionen Menschen in den USA gewarnt

