US-Präsident Donald Trump hat das umfangreiche Verteidigungsbudgetgesetz NDAA für 2026 unterzeichnet, das eine Mindestanzahl von 76.000 US-Soldaten in Europa festschreibt. Dieses Gesetz verhindert Reduzierungen unter dieser Schwelle für mehr als 45 Tage und unterstreicht die US-Engagement in der NATO trotz Trumps Forderungen nach mehr europäischen Beiträgen.
Hintergrund des Gesetzes
Das NDAA umfasst über 3.000 Seiten und genehmigt ein Verteidigungsbudget von rund 900 Milliarden Dollar, acht Milliarden mehr als von der Trump-Administration gefordert. Es verbietet dem Pentagon, die Truppenstärke in Europa dauerhaft unter 76.000 zu senken, ohne Abstimmung mit NATO-Partnern und im US-Interesse. Aktuell sind etwa 100.000 US-Soldaten in Europa stationiert, davon 65.000 fest und der Rest rotierend.
Politische Implikationen
Trotz Trumps früherer Pläne zu Truppenabzügen aus Europa signalisiert das Gesetz Kontinuität und Abschreckung gegenüber Russland. Die breite Mehrheit im Kongress – mit Unterstützung von Republikanern und Demokraten – betont „Frieden durch Stärke“, Trumps Motto, und finanziert Projekte wie das Raketenabwehrsystem „Golden Dome“. Weißes Haus-Sprecherin Anna Kelly lobte die Vorlage als Festigung dieser Strategie.
Weitere Maßnahmen im Budget
Das Gesetz sieht 400 Millionen Dollar für Waffenkäufe zugunsten der Ukraine vor und erhöht Militärgehälter um 3,8 Prozent. Es führt schnellere Beschaffungsregeln ein und kürzt Programme zu Klimaschutz sowie Diversität, um republikanische Prioritäten zu erfüllen. Die baltischen Staaten erhalten 175 Millionen Dollar für ihre Verteidigung.
Quellen
Trump billigt Gesetz: 76.000 US-Soldaten bleiben in Europa
US-Senat verabschiedet Trump-widersprechenden Gesetzentwurf, der massive Truppenreduzierungen in Europa verhindert