Der Bundesstaat Rakhine in Myanmar versinkt inmitten anhaltender Kämpfe zwischen der Militärjunta und der Arakan Army in einer schweren humanitären Katastrophe. Die Militärregierung blockiert Verbindungswege und führt Luftangriffe durch, die Zivilisten und Infrastruktur treffen. Tausende sind vertrieben, und die Region steht vor Hunger und Isolation.
Jüngster Luftangriff auf Krankenhaus
Am 10. Dezember 2025 bombardierten Junta-Kräfte das Mrauk-U General Hospital in Rakhine, wobei mindestens 30 bis 35 Menschen getötet und über 70 verletzt wurden. Die Junta leugnet zivile Opfer, doch Berichte von MSF und Amnesty International sprechen von einem schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. ASEAN verurteilte den Angriff scharf.
Humanitäre Lage verschärft sich
Rakhine ist von der Außenwelt abgeschnitten: Die Junta behindert Hilfslieferungen, Märkte sind leer, und 58 Prozent der Familien können Grundbedürfnisse nicht decken. Seit 2023 sind über 380.000 Menschen interniert vertrieben, viele Rohingya fliehen nach Bangladesch. Die Arakan Army kontrolliert große Teile, doch beide Seiten begehen Missbräuche gegen Zivilisten.
Konfliktparteien und Eskalation
Die Arakan Army, eine rakhinische Rebellengruppe, hat seit 2023 den Großteil Zentrale und Nördliche Rakhine erobert und drängt die Junta zurück. Die Junta reagiert mit über 1.100 Luftangriffen landesweit, ein Fünftel davon in Rakhine. Rohingya werden von beiden Seiten instrumentalisiert, mit Brandstiftungen und Zwangsrekrutierungen.
Ausblick und regionale Bedrohung
Die anhaltende Blockade und Kämpfe drohen eine Hungersnot; UN-Hilfe erreicht zentrale Rakhine nicht. Die Krise könnte Bangladesch und die Region destabilisieren, da Flüchtlingsströme zunehmen. Internationale Forderungen nach Untersuchungen und Hilfszugang bleiben beantwortet.
Quellen
Myanmar: Der Bundesstaat Rakhine in einer verzweifelten Lage, während der Konflikt weiter tobt
Myanmar: Rakhine state in dire straits as conflict rages on