13.01.2026
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Wadephul plädiert in Washington für verschärfte Iran-Sanktionen

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Bei einem Treffen in Washington hat Bundesaußenminister Norbert Wadephul gemeinsam mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio die aktuelle Lage im Nahen Osten besprochen. Im Mittelpunkt stand dabei der Umgang mit dem iranischen Regime und dessen umstrittenem Atomprogramm. Wadephul betonte, dass Teheran weiterhin internationale Vereinbarungen missachte und die Stabilität der Region gefährde.

„Wir dürfen nicht länger zusehen, wie der Iran seine Verpflichtungen ignoriert“, erklärte der Minister laut Auswärtigem Amt. Deutschland müsse gemeinsam mit den Partnern in den USA und Europa ein klares Signal aussenden.

USA planen zusätzliche Handelszölle gegen Iran-Partner

Parallel zu den Gesprächen kündigte US-Präsident Donald Trump an, Handelspartner des Iran künftig mit einem Strafzoll von 25 Prozent zu belegen. Damit will Washington den wirtschaftlichen Druck auf Teheran weiter erhöhen. Laut US-Regierung sollen Unternehmen, die trotz bestehender Sanktionen mit dem Iran Geschäfte machen, von den neuen Zöllen betroffen sein.

Diese Maßnahme könnte auch europäische Firmen treffen, die nach wie vor in begrenztem Umfang mit iranischen Partnern zusammenarbeiten. Wadephul äußerte Verständnis für den US-Kurs, forderte jedoch, dass Sanktionen im Rahmen internationaler Vereinbarungen abgestimmt bleiben.

Gemeinsame Linie zwischen Berlin und Washington gesucht

Beide Minister betonten, dass das Ziel nicht eine Eskalation, sondern eine Rückkehr des Iran an den diplomatischen Verhandlungstisch sei. Wadephul sprach sich für ein abgestimmtes Vorgehen innerhalb der westlichen Allianz aus. Eine einseitige Vorgehensweise könne zwar kurzfristig Druck erzeugen, gefährde jedoch langfristig die Einheit zwischen den Verbündeten.

Rubio lobte die „klare Haltung“ Deutschlands und betonte, dass die USA auf eine stärkere europäische Unterstützung hoffen.

Internationale Reaktionen und Ausblick

In Europa reagierten erste Stimmen zurückhaltend auf die Forderung nach schärferen Sanktionen. Vertreter der EU-Kommission erklärten, dass man zwar die Menschenrechtslage im Iran mit Sorge sehe, zugleich aber den diplomatischen Dialog aufrechterhalten wolle. Experten warnen davor, dass durch verschärfte Maßnahmen die innenpolitische Lage im Iran weiter destabilisiert werden könnte.

Wadephul betonte am Ende seines Besuchs, dass Deutschland „keine Konfrontation, sondern Verantwortung“ suche – und dass die Sanktionen Teil einer breiteren Strategie für Stabilität im Nahen Osten sein müssten.

Quellen

Wadephul für härtere Sanktionen gegen Teheran
Deutschlands Außenminister wird mit Rubio über die Proteste im Iran sprechen.

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