Der 29-jährige Marius Borg Høiby, Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, wurde am Sonntagabend festgenommen – nur Tage vor dem Beginn seines Prozesses wegen schwerer Vorwürfe wie Vergewaltigung. Die Polizei wirft ihm neue Delikte vor, darunter Körperverletzung, Drohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Kontaktverbot. Ein Richter ordnete vier Wochen Untersuchungshaft an, um eine Flucht oder weitere Straftaten zu verhindern.
Hintergrund der Familie
Marius Borg Høiby ist der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung und Stiefsohn des Thronfolgers Kronprinz Haakon. Seit 2024 ist er wiederholt in Skandale verwickelt, was das norwegische Königshaus stark belastet. Der aktuelle Vorfall markiert die vierte Festnahme seit August 2024.
Neue Vorwürfe und Festnahme
Die jüngsten Anklagen beziehen sich auf ein Wochenende-Ende, bei dem Høiby angeblich eine Person angegriffen, mit einem Messer gedroht und ein Verbot ignoriert haben soll. Die Polizei stützt sich auf Videos und Fotos als Beweise. Høibys Anwälte haben sich bisher nicht geäußert.
Der bevorstehende Prozess
Am 3. Februar 2026 beginnt vor dem Bezirksgericht Oslo ein siebentägiger Prozess mit 38 Anklagepunkten. Darunter fallen vier Vergewaltigungen (2018–2024), Misshandlungen in Beziehungen, Gewaltakte, Todesdrohungen, Marihuana-Transport (3,5 kg) und Verkehrsdelikte. Høiby bestreitet die Sexualdelikte, gesteht aber kleinere Vorwürfe.
Auswirkungen auf das Königshaus
Der Fall gilt als größter Skandal der norwegischen Royals und zieht immense Medienaufmerksamkeit auf sich. 53 Zeugen, darunter Ex-Partnerinnen, werden gehört; Teile der Verhandlungen sind nicht-öffentlich. Bei Verurteilung drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Quellen
Sohn der Kronprinzessin wegen mutmaßlicher Körperverletzung vor Vergewaltigungsprozess in Norwegen festgenommen
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wurde wegen mutmaßlicher Körperverletzung vor seinem Prozess wegen Vergewaltigung festgenommen.