In Moskau sind am Mittwoch zwei Polizisten und eine weitere Person bei der Detonation eines Sprengsatzes ums Leben gekommen. Nach Angaben russischer Behörden ereignete sich die Explosion in einem nordwestlichen Stadtteil, unweit der Stelle, an der zwei Tage zuvor ein russischer General bei einem Bombenanschlag getötet worden war.
Ersten Erkenntnissen zufolge war der Sprengsatz in einem geparkten Fahrzeug platziert worden, das bei der Explosion vollständig zerstört wurde. Mehrere angrenzende Gebäude wurden beschädigt, Anwohner berichteten von einem lauten Knall und Erschütterungen bis in die umliegenden Straßen.
Ermittlungen nach zweitem Anschlag binnen weniger Tage
Russische Ermittlungsbehörden haben eine Spezialeinheit zur Aufklärung des Vorfalls eingesetzt. Der Inlandsgeheimdienst FSB prüft nach eigenen Angaben mögliche Zusammenhänge zwischen beiden Anschlägen. Laut russischen Medienberichten wird nicht ausgeschlossen, dass die Explosion gezielt gegen Sicherheitskräfte gerichtet war.
Innenminister Wladimir Kolokolzew erklärte, der Anschlag zeige, „dass die Täter gezielt destabilisieren und Angst verbreiten“ wollten. Die Sicherheitsmaßnahmen in Moskau und anderen Großstädten seien daraufhin deutlich verschärft worden.
Angespannte Sicherheitslage in Moskau
Die Anschläge erinnern an eine Reihe ähnlicher Vorfälle in den vergangenen Monaten, die von der russischen Regierung wiederholt mit Aktivitäten „feindlicher Saboteure“ in Verbindung gebracht wurden. Zugleich wächst in der Bevölkerung die Sorge vor einer zunehmenden Zahl gezielter Angriffe im Landesinneren.
Internationale Beobachter fordern eine transparente Untersuchung und weisen darauf hin, dass die russischen Behörden in der Vergangenheit häufig politische Gegner und ausländische Akteure für solche Taten verantwortlich gemacht haben, ohne eindeutige Beweise vorzulegen.
Quellen
Polizisten sterben bei Detonation eines Sprengsatzes in Moskau
Zwei Polizisten und eine weitere Person bei Explosion getötet – Berichte über Anschlag