Spanien und Portugal bereiten sich auf das Sturmtief „Marta“ vor, das nach einer Serie von Unwettern weitere Regenfälle und Starkwinde bringt. Die Regionen Andalusien und die portugiesische Küste stehen unter höchster Alarmstufe, mit Evakuierungen und massiven Einsätzen von Rettungskräften.
Vorherige Stürme und Schäden
Die Iberische Halbinsel wird von einer Kette von Atlantiktiefs heimgesucht: Zuerst „Kristin“ mit Windgeschwindigkeiten über 200 km/h, dann „Leonardo“ mit Überschwemmungen, die zwei Tote in Spanien und einen in Portugal forderten. Über 10.000 Menschen in Spanien und Tausende in Portugal mussten evakuiert werden, Flüsse wie der Tejo und Sado traten über die Ufer. Schäden belaufen sich auf vier Milliarden Euro, Landwirtschaft und Infrastruktur sind stark betroffen.
Aktuelle Vorbereitungen in Spanien
In Andalusien und Galicien gilt Warnstufe Orange wegen heftiger Niederschläge und Winden; Straßen sind gesperrt, Bahnverkehr eingestellt. Premier Pedro Sánchez warnte vor „schwierigen Tagen“ und berief eine Krisensitzung ein, während Regionalpräsident Juan Manuel Moreno von nie dagewesenen Stürmen sprach. Bewohner wie in Grazalema wurden in Sporthallen untergebracht.
Maßnahmen in Portugal
Der Wetterdienst IPMA meldet Wellen bis 13 Meter hoch entlang der gesamten Küste, Orange-Warnung für 18 Bezirke. 26.500 Rettungskräfte sind im Einsatz, die Regierung empfahl 72-Stunden-Notfallkits mit Wasser und Medikamenten. Premier Luis Montenegro betonte die außergewöhnlichen Bedingungen des Jahres 2026.
Prognose und Klimawandel-Kontext
„Marta“ soll sich nach Norden bewegen, doch gesättigte Böden erhöhen das Risiko weiterer Überschwemmungen. Experten verbinden die Sturmwelle mit dem Klimawandel, der Hitzewellen im Sommer und Starkregen im Winter verstärkt. Die Behörden raten zur Vorsicht und Reiserückstellung.
Quellen
Spanien und Portugal wappnen sich für neuen Sturm
Neues Sturmtief “Marta” über Spanien und Portugal – Ein Todesopfer gemeldet