Eine Serie schwerer Verkehrsunfälle auf der Autobahn 44 im Nordosten von Nordrhein-Westfalen hat am frühen Freitagmorgen drei Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der Polizei kam es auf mehreren Streckenabschnitten zwischen Soest und Paderborn zu zahlreichen Karambolagen, bei denen insgesamt mindestens elf Personen verletzt wurden. Ursache der Unfälle war laut ersten Ermittlungen extreme Straßenglätte.
Polizei und Rettungskräfte im Großeinsatz
Mehrere Rettungswagen, Feuerwehr- und Polizeieinheiten waren stundenlang im Einsatz, um Verletzte zu bergen und Unfallstellen zu sichern. Die Autobahn musste in beide Fahrtrichtungen teilweise vollständig gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr führte. Ein Polizeisprecher erklärte, dass die Bergungsarbeiten aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen nur langsam voranschritten.
Warnung vor weiteren Gefahren durch Eisglätte
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte bereits in der Nacht vor Glättegefahr durch überfrierende Nässe in großen Teilen Westfalens. Autofahrer sollen – insbesondere in den Morgenstunden – vorsichtig und mit angepasstem Tempo unterwegs sein. Die Polizei appelliert an Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise an die winterlichen Verhältnisse anzupassen und unnötige Fahrten zu vermeiden.
Ermittlungen zur Unfallursache eingeleitet
Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen. Laut Polizei sei nicht auszuschließen, dass neben der Glätte auch zu hoher Druck im Berufsverkehr und unzureichender Sicherheitsabstand zu der folgenschweren Kettenreaktion beigetragen haben könnten. Sachverständige werden nun die Unfallorte untersuchen und Zeugenaussagen auswerten.
Quellen
Drei Tote und elf Verletzte bei Unfallserie auf der A44
Mehrere Tote bei Unfallserie auf der A44