30.01.2026
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Insel Hiddensee abgeschnitten: Eisbrecher erhält Ausnahmeregelung

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Seit mehreren Tagen ist die Ostseeinsel Hiddensee vom Festland abgeschnitten. Dichte Eisschichten haben den Fährverkehr vollständig lahmgelegt. Die sonst regelmäßig verkehrenden Linien zwischen Schaprode und Hiddensee können aufgrund der gefrorenen Ostsee nicht mehr fahren. Die einzige Verbindung stellt derzeit der Eisbrecher „Swanti“ dar, der die Fahrrinne freihält und für Versorgungsfahrten genutzt wird.

Gutachten erlaubt begrenzte Personenbeförderung

Nach Angaben der zuständigen Schifffahrtsbehörde darf der Eisbrecher eigentlich nur in Notfällen Menschen an Bord nehmen. Nun wurde jedoch ein technisches Gutachten vorgelegt, das bestätigt: Die „Swanti“ kann sicher bis zu 20 Personen gleichzeitig befördern. Damit könnten dringend benötigte Transporte – etwa für medizinische Versorgung oder Personalwechsel auf der Insel – erleichtert werden.

Behördliche Abstimmung noch im Gange

Trotz des Gutachtens ist die Lage weiterhin angespannt. Die Entscheidung, ob und wann reguläre Fahrten mit Passagieren erlaubt werden, liegt bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Laut Behördenvertretern seien noch rechtliche und versicherungstechnische Fragen zu klären. Für die Bewohner der Insel bedeutet das jedoch vorerst Unsicherheit – viele sind auf Nachschub und Arztbesuche auf dem Festland angewiesen.

Inselgemeinschaft hofft auf schnelle Lösung

Auf Hiddensee hofft man nun auf eine rasche Freigabe für den Passagiertransport, um zumindest eine minimale Verbindung zum Festland aufrechterhalten zu können. Einige Insulaner haben sich bereits in Notfalllisten eingetragen, um im Bedarfsfall mit der „Swanti“ mitfahren zu dürfen. Sollte die Kälteperiode anhalten, könnte der Eisbrecher noch wochenlang die einzige Rettungslinie zur Außenwelt bleiben.

Quellen

Hiddensee abgeschnitten: Eisbrecher darf 20 Personen befördern
Ostsee friert zu – Eisbrecher „Swanti“ wird zur Lebensader Hiddensees


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