Die Pendlerpauschale ist 2026 spürbar gestiegen und wird für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich attraktiver. Besonders Pendler mit kurzen und mittleren Arbeitswegen können sich über eine höhere steuerliche Entlastung freuen. Die Pendlerpauschale wird künftig einfacher berechnet und greift für alle Entfernungen gleich, unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel.
Was sich 2026 bei der Pendlerpauschale ändert
Ab dem 1. Januar 2026 gilt eine einheitliche Pendlerpauschale von 0,38 Euro pro Kilometer der einfachen Strecke – und das bereits ab dem ersten Kilometer. Bisher lag der Satz für die ersten 20 Kilometer bei 0,30 Euro; nur ab 21 Kilometern wurden 0,38 Euro angerechnet. Mit der neuen Regelung wird das bisherige Stufenmodell aufgehoben und die Pendlerpauschale klar vereinfacht.
Wer profitiert besonders von der neuen Pendlerpauschale
Von der höheren Pendlerpauschale profitieren vor allem Pendlerinnen und Pendler mit kurzen und mittleren Strecken. Wer zum Beispiel täglich 15 Kilometer zur Arbeit fährt, kann nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums bis zu rund 260 Euro mehr pro Jahr als steuerliche Entlastung erhalten. Noch deutlicher spürt das jemand mit 20 Kilometern – hier sind es bis zu etwa 350 Euro mehr pro Jahr.
Wie die Pendlerpauschale steuerlich gestaltet wird
Die Pendlerpauschale wird als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht und reduziert das zu versteuernde Einkommen, greift aber erst ab einem bestimmten Schwellenwert. Voraussetzung ist, dass die Werbungskosten über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro hinausgehen. Erst dann wirkt sich die höhere Pendlerpauschale auch in der Jahressteuer aus.
Fazit: Pendlerpauschale wird gerechter und einfacher
Die neue Pendlerpauschale trägt zu mehr Gerechtigkeit zwischen Stadt und Land bei und entlastet vor allem Beschäftigte im ländlichen Raum. Durch die einheitliche Anwendung von 0,38 Euro ab Kilometer eins wird die Pendlerpauschale künftig einfacher zu verstehen und transparenter in der Abrechnung. Pendlerpauschale und Entfernungsweg sind damit auch im Jahr 2026 wieder ein wichtiges Thema bei der persönlichen Steuerplanung.
Quellen
Pendlerpauschale 2026: Neue Regeln und Steuerplus
Pendlerpauschale 2025/2026: Was Sekretariat & Verwaltung jetzt wissen müssen