Der New-START-Vertrag (New Strategic Arms Reduction Treaty) wurde 2010 von US-Präsident Barack Obama und russischem Präsidenten Dmitri Medwedew unterzeichnet und trat 2011 in Kraft. Er begrenzte die strategischen Nuklearwaffen beider Länder auf maximal 1.550 stationierte Gefechtsköpfe, 700 stationierte Trägerraketen und Bomber sowie 800 insgesamt. Der Vertrag wurde 2021 einmalig um fünf Jahre bis zum 5. Februar 2026 verlängert, erlaubte aber keine weitere Extension.
Das Auslaufen des Vertrags
Am 5. Februar 2026 lief New START offiziell aus, was das Ende des letzten Rüstungskontrollabkommens zwischen USA und Russland markiert. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte eine einjährige freiwillige Einhaltung der Limits vorgeschlagen, um Verhandlungen zu ermöglichen. Experten warnen nun vor einem möglichen neuen Wettrüsten, da keine Grenzen mehr bestehen.
Trumps Position und Forderung
US-Präsident Donald Trump wies Putins Verlängerungsangebot zurück und nannte New START einen “schlecht verhandelten Vertrag, der massiv verletzt wird”. Stattdessen forderte er auf Truth Social: “Unsere Nuklearexperten sollten an einem neuen, verbesserten und modernisierten Vertrag arbeiten, der lange in die Zukunft reicht”. Trump betonte, dass ein Nachfolgeabkommen China einbeziehen müsse, dessen Nukleararsenal rasch wächst – ein Vorschlag, den Peking ablehnt.
Reaktionen aus Russland und international
Das Kreml drückte Enttäuschung aus, blieb aber Verhandlungen offen. Die UN warnte vor erhöhten globalen Risiken durch den Kollaps der Rüstungskontrolle. Weißes Haus-Sprecherin Karoline Leavitt signalisierte, Gespräche mit Russland würden fortgesetzt.
Ausblick und Risiken
Ohne neuen Vertrag könnten USA und Russland ihre Arsenale unbegrenzt ausbauen, was die Stabilität gefährdet. Trump hofft auf ein “besseres Abkommen”, doch Experten bezweifeln schnelle Erfolge angesichts geopolitischer Spannungen. Ein trilaterales Abkommen mit China gilt als unwahrscheinlich.
Quelllen
Trump sagt, dass ein neues Atomabkommen erforderlich ist, um New START zu ersetzen.
Worum es im “New START”-Vertrag geht