In den vergangenen Tagen haben sintflutartige Regenfälle große Teile des südlichen Afrikas unter Wasser gesetzt. Besonders betroffen sind Mosambik und der Nordosten Südafrikas. Nach Angaben regionaler Behörden kamen bereits mehr als 100 Menschen ums Leben, und Hunderttausende wurden aus den überschwemmten Gebieten evakuiert. Zahlreiche Dörfer stehen komplett unter Wasser, Straßen und Brücken sind unpassierbar.
Hunderttausende Menschen verlieren ihr Zuhause
Hilfsorganisationen berichten von einer zunehmenden humanitären Notlage. Viele Menschen haben Hab und Gut verloren und benötigen dringend Nahrung, Trinkwasser und medizinische Versorgung. In Mosambik wurden mehrere Notlager eingerichtet, um die Evakuierten unterzubringen. Auch in Südafrika hat die Regierung den Katastrophenfall für mehrere Provinzen ausgerufen, darunter Limpopo und Mpumalanga.
Ursachen und mögliche Zusammenhänge mit dem Klimawandel
Meteorologen führen die extremen Regenfälle auf ein tropisches Tiefdruckgebiet zurück, das in den vergangenen Tagen ungewöhnlich viel Niederschlag mit sich brachte. Experten sehen zudem einen Zusammenhang mit den globalen Klimaveränderungen, die in der Region immer häufiger zu extremen Wetterereignissen führen. Afrika ist überproportional stark vom Klimawandel betroffen, obwohl der Kontinent selbst vergleichsweise wenig Treibhausgase verursacht.
Internationale Hilfe angelaufen
Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz haben Hilfsmaßnahmen eingeleitet und Nothilfegüter in die betroffenen Regionen entsandt. Nach Angaben des UN-Nothilfebüros (OCHA) sind mehrere internationale Teams vor Ort, um bei der Koordination der Rettungsaktionen zu helfen. Auch Nachbarländer signalisierten Unterstützung durch finanzielle Mittel und Hilfslieferungen.
Prognose und Ausblick
Laut Wetterdiensten sollen die Regenfälle in den kommenden Tagen zwar nachlassen, doch die Pegelstände der Flüsse bleiben weiterhin kritisch. Behörden warnen vor erneuten Überflutungen und Erdrutschen. Der Wiederaufbau könnte Monate dauern, da große Teile der Infrastruktur, insbesondere Straßen und Stromleitungen, zerstört wurden.
Quellen
Mehr als 100 Tote, Hunderttausende evakuiert
Mehr als 300.000 Menschen in Mosambik evakuiert