Der Großglockner, mit 3.798 Metern Österreichs höchster Berg, bleibt ein Highlight für Alpinisten und Naturliebhaber. Aktuell sorgt ein hochbrisantes Gerichtsverfahren für Schlagzeilen rund um den Großglockner.
Prozess um tragischen Tod
Heute, am 19. Februar 2026, startet vor dem Landesgericht Innsbruck der Prozess gegen einen 37-jährigen Mann wegen grob fahrlässiger Tötung. Im Januar 2025 erfror seine 33-jährige Partnerin auf dem Stüdlgrat des Großglockners, nur 50 Meter unter dem Gipfel. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neun schwere Fehler vor, darunter unzureichende Ausrüstung, verspäteten Start und das Zurücklassen der Frau ohne Schutz.
Gerichtsdetails und Vorwürfe
Der Angeklagte soll trotz stürmischen Winds und minus 8 Grad Celsius nicht rechtzeitig umgekehrt sein, was zu einem Kältegefühl von minus 20 Grad führte. Zudem fehlten Biwak-Ausrüstung und Notsignale, und er wartete bis 3:30 Uhr mit dem Rettungsruf. Der Prozess könnte vertagt werden, da 15 Zeugen und Sachverständige geladen sind; Richter Norbert Hofer, Spezialist für Alpinsachen, führt den Vorsitz.
Wintertouren und Gefahren
Der Großglockner zieht auch im Winter Bergsteiger an, mit geführten Touren über schneebedeckte Routen zur Pasterze. Frühere Vorfälle wie Felsstürze am Stüdlgrat oder Abstürze mahnen zur Vorsicht. Die Hochalpenstraße ist derzeit winterlich gesperrt, öffnet typischerweise im April.
Ausblick und Events
Trotz Risiken lockt der Großglockner weiterhin; im Juni 2026 steht der Bergpreis mit Vespa-Rennen an. Im Skigebiet Großglockner/Heiligenblut finden Events wie das Beats Weekend statt. Bergführer raten zu professioneller Vorbereitung für Touren auf diesen ikonischen Gipfel.
Quellen
Felsstürze am Großglockner und Zuckerhütl: Sperren
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